Das Ende aller Kriege – Das Friedens-Konklave

von Klemens Wefel

Es sickerte langsam zu den Menschen durch, daß Kriege an sich von keinem Volk gewollt gewesen waren, sondern von Interessengruppen, die davon profitierten.

Krieg war immer die Folge angeblicher unvereinbarer Standpunkte zwischen zwei Parteien, scheinbare Unvereinbarkeit der Ideale und Rituale, z.B. von Religionen. Aber glauben Sie, daß es immer nur zwei Standpunkte gibt? Ist das nicht eine Beleidigung menschlicher Kreativität?

Nehmen wir doch mal die Dialektik her: Erster Standpunkt = These, zweiter Standpunkt = Antithese, und dann Bumm, Krieg? Es fehlte doch eigentlich immer nur eine Synthese, also die Auflösung beider Standpunkte in eine völlig neue Idee. Die Potentiale, welche wir noch nicht vollständig ausgereizt hatten wie z.B. die menschliche Inspiration und die Kreativität, Gaben um ungewöhnliche Lösungen zu finden, kommen jetzt an die Macht!

Überlegen wir doch mal. Um zur Vermeidung eines Krieges eine Synthese zu finden, stellen wir eine Aufgabe und setzen das Ergebnis fest:

Wir werden konsequent eine konsequent friedliche Lösung finden!

Das Ergebnis wird nicht in Frage gestellt. Nun brauchen die Parteien Ruhe und Zeit für den Findungsprozeß, es geht um das Leben der Kinder des Landes! Welcher Landesvater würde nicht alles tun, um ein solches Werk zu schaffen?

Die geistlichen Väter in Rom machten uns das vor: Die Papstwahl, das Päpstliche Konklave! Die Kardinäle ließen sich einsperren, bis weißer Rauch aufstieg und das „Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam!“ („Ich verkünde euch eine große Freude, wir haben einen Papst!“) gerufen wurde!

Ja, so machen wir das jetzt auch mit unseren Leitköpfen und dann heißt es „Habemus Pax“ – wir haben FRIEDEN!

Also sperren wir die hohen Herren ein und machen es ihnen gemütlich: Klare, karge Möbel, einfache, leichte Kost für einen leichten Körper, kostbares klares Wasser für klare Gedanken, und kein Alkohol, keine Damen, kein Zugang zu Medien und anderen Zerstreuungsartikeln… Und dann lassen wir sie arbeiten! Sie dürfen erst den weißen Rauch aufsteigen lassen, wenn die friedliche Lösung gefunden wurde!

Das kann man sich jetzt schön ausmalen, was dürfen sie trinken? Sollte man die Getränke – je länger es dauert – vereinfachen? Sollte man die Nahrung reduzieren, evtl. bis zum trockenen Brot? Sollte man einige erfahrene Kommunikations-Coaches mit hineingeben, die auch Hummer und Shrimps serviert bekommen und nichts abgeben dürfen? Denken wir darüber nach!

Ist der Friede gemacht, werden diese Männer reich belohnt: Sie werden drei Tage lang gefeiert und dürfen dann unter Fortzahlung ihrer fürstlichen Gehälter drei Monate lang Urlaub jeweils im Land des ehemaligen Kontrahenten machen um die wundervolle Kultur dort kennenzulernen!

Was müssen wir als Bürger tun?

Wenn Verhandlungen über Krieg anstehen, verlangt das Konklave. Wer es ablehnt, will Krieg, dann ist die Maske runter!

7 Gedanken zu „Das Ende aller Kriege – Das Friedens-Konklave

  1. Ute Bries

    Lieber Klemens,
    ich freue mich von Dir zu lesen. Danke dafür.

    Wir haben Krieg weil in jedem einzelnen Menschen Krieg lebt. Der Krieg im Außen ist nur ein Spiegel.
    Der Kontext in dem Du stehst, sprichst, denkst, fühlst – was leztlich alles handeln ist, bringt das Ergebnis hervor. Jedes.
    Das ist wahre Urheberschaft.
    Der Wandel geht von einem Herzen zum anderen Herzen.
    Die da Oben sind die Folge vom kollektiven Opferstandpunkt, denn jedes Opfer braucht einen Täter.
    Leben wir in Wahrhaftigkeit und Dankbarkeit mit den Ergebnissen, kann Wandel vollzogen werden.

    Ich führe Menschen in die gelebte Urheberschaft, wenn Du mehr darüber erfahren willst, rufe mich gerne an.
    Alles Liebe, Ute

  2. Heiner Schäfer

    Die Sache mit Hummer und Shrimps würde ich mir noch mal überlegen. Ein Kommunikationscoach, der nicht mit anderen Kreaturen Frieden schließen will, wird auch keinen Frieden fördern.

    Keine Damen? Also ein Rat alter Männer, der uns dann erzählt, wie unser Frieden aussehen soll? Die Venus- und Eros-Energie könnte doch sehr wohl zum Überbrücken scheinbar unüberbrückbarer Gegensätze beitragen.

    Als Vorbild für friedliche Prozesse erscheint mir Israel loves Iran doch sehr viel tauglicher als die Konklave der alten Männer. Was mir gefällt:

    … stellen wir eine Aufgabe und setzen das Ergebnis fest:
    Wir werden konsequent eine konsequent friedliche Lösung finden!

    Ja, wir werden das Ziel erreichen. Als Konklave alter Männer oder als über das Internet lose organisierte Gruppe von Menschen, die unabhängig vom Alter in der Blüte ihres Lebens stehen. Das steht fest. Und Hummer und Shrimps bleiben im Meer.

  3. Bernadette Faber

    Der Text spricht mir aus dem Herzen, es wird so kommen!
    Dass wir uns aber an unsere eigene Nase fassen müssen und aus unserem Opfer-/Täterweltbild herauskommen müssen, ist ebenso klar!
    Kennt ihr das weltweite Deeksha-Phänomen? Das arbeitet an dieser Vision und dabei heißt es: 5% Ausrichtung, 45% eigene Anstrengung und Bereitschaft und 50% Gnade/Segen: Wir richten unseren Alltag danach aus und erleben genau das! Einbe tägliche Freude.

    Herzliche Grüße aus der Eifel und noch einmal vielen Dank für den Text

    Bernadette aus der Eifel

  4. Zeljka

    Danke für die E-mail Klemens,

    Ich BIN mir sicher dass Frieden in uns ist und WIR alle frei geboren sind um Freiden-Frieden zu Leben. Alle Worte und Taten wir angelernt haben und zum Teil haben müssen um in der Welt draußen zu „funktionieren“. Trauen wir uns jetzt zu entfunktionieren!?

    Herzliche Grüße und unendlichen Dank für die FriedensE-mail

    Zeljka

  5. frank

    Frieden?
    Wer weiß denn wirklich, was Frieden bedeutet? Ohne jetzt viele einzelne Beispiele zu bemühen, gehe ich davon aus, dass kein derzeitig lebender Mensch wirk – lich offen legen kann, was Frieden bedeutet. Der Grund ist, dass wir, jeder einzelne Mensch, letztlich die gesamte Menschheit, in der Entwicklung ist, ob wir wollen oder nicht. Dafür hat uns die Erde schon so lange er-/getragen, sie wird es noch viel länger hinnehmen, da das ihr Zugeständnis an dieser Entwicklung ist.

    Unsere Erkenntnis davon, was Leben, was Entwicklung ist, ist immer durch das derzeitige Verständnis darüber begrenzt. Wir Menschen werden darin fortschreiten und ggf. auch irgendwann erkennen, dass, um tätig den Frieden ganz tief zu verinnerlichen, wir durch viele Kriege, durch viel, viel Leid gehen müssen. Denn nicht das intellektuelle Verständnis der Gegebenheiten lässt uns erkennen. Es ist einzig die unzähligen Male verinnerlichte und verarbeitete Erfahrung unterschiedlichster Art.

    Schau jeder in sein eigenes Leben und darauf, was man bis jetzt darin anderen gegenüber nicht gut gemacht hat. Vielleicht macht man es irgendwann besser. Vielleicht braucht es noch Jahrzehnte, um es besser machen zu können. Vielleicht wird es sogar in diesem Leben dafür nicht reichen.

    Erst durch diese Prozesse entwickeln wir ein zunehmendes Verständnis von immer mehr Seiten des Lebens, auch davon, was Frieden bedeuten könnte. Es ist der Weg zu dieser umfassenderen Art zu verstehen, die uns einzig wirk – lich weiter bringt. So, wie wir manchmal im Persönlichen unerschütterlich tief von diesem oder jenem überzeugt sind. Das ist letztlich der Weg, zu dem wir seit jeher bestimmt sind, nämlich – Mensch zu werden.

  6. David Pfendt

    Ja Klemens,
    wenn das so einfach wäre, die da oben in einen Raum und erst raus lassen wenn sie Einheit gefunden haben wie sie Frieden weltweit durchsetzen.
    Wenn ich sehe das die da (noch) oben, schon so in Einheit sind, frag ich mich,— braucht es da nicht etwas anderes?
    Ich bin mir sicher das die vom leibhaftigen Teufel gelebt werden und der ist nicht doof. Nur ebend krausam. Die wollen kein Frieden die wollen Menschenopfer. So negativ wie es klingt, aber wir müssen anfangen zu begreifen das Satan einen Organismus auf der Erde hat genau so wie Jesus auch. Bloß negativ, der vom Teufel ist schon ziemlich groß und funktioniert erstaunlich „gut“. Das sieht man am Zusammenspiel beim 9/11 oder den letzten Kriegen Weltweit seit 100 Jahren. Und die meisten Menschen glauben noch immer was die Medien sagen. Wer das nicht glaubt, was ich hier schreibe, schau sich „Sexzwang“ von Ivo Sasek an.
    Selbst unsere Landesväter sind Verräter. Auf wen ist noch verlass?

    Wir, die das Gute wollen sind gefragt. Wir sollten Licht bringen und das dunkle aufdecken in dem wir Roß und Reiter nennen und nicht nur hoffen und glauben, das natürlich auch. Aber Fakten verbreiten und selber gerecht, oder besser heilig leben bis alle Welt sieht was hier läuft und die Richtigen die Führung übernehmen sollen / werden.
    Mit anderen Worten: Der Organismus von Jesus muss regieren sonst geht alles kaput und es wird nie Freiden auf Erden.
    Frieden und Glück macht gesund aber auch gleichgültig. Denn mir geht es ja gut.
    Negative Meldungen machen wach und schlaflos. Aber sie spornen an etwas zu tun und nicht passiv zu werden.
    Wir brauchen beides. „Im Angesicht der Feinde hast du mir einen Tisch bereitet und schenkest mir voll ein.“ (Aus den Psalmen)

    Soweit von mir, David

    „Glauben und tun.“
    Mach mit!!!

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