{"id":55,"date":"2007-06-01T14:13:12","date_gmt":"2007-06-01T12:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=55"},"modified":"2020-08-15T17:08:41","modified_gmt":"2020-08-15T17:08:41","slug":"0611-zucker-honig-dicksaft-und-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ener-gie.de\/?p=55","title":{"rendered":"0611-Zucker, Honig, Dicksaft und Co."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tipps von Kerstin M\u00fcller<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wie jedes Jahr, so wurden wir auch in diesem Jahr bereits seit September mit vielerlei Weihnachtsgeb\u00e4ck und Naschereien in den Gesch\u00e4ften bombardiert: Zimtsterne, Dominosteine, Lebkuchen aller Art, Stollen, Weihnachtsschokolade und vieles mehr verf\u00fchren uns mit ihrem Duft und vor allem mit ihrer S\u00fc\u00dfe. Und geht es Ihnen auch so? Gerade in den kalten dunklen Wintermonaten verlangt es uns irgendwie st\u00e4rker nach all den Leckereien. Ein wichtiger Bestandteil in all diesem Naschwerk ist der Zucker und um diesen (und seine Kollegen) geht es diesmal.<\/p>\n<p><!--more-->Zucker ist in den urspr\u00fcnglichen Fr\u00fcchten nur sehr sparsam enthalten und genau auf diesen geringen Gehalt nat\u00fcrlichen Zuckers ist unser Organismus programmiert. Beim gesunden Zuckerzyklus passieren die Zuckermolek\u00fcle (Glucose) im D\u00fcnndarm die Darmwand und werden mit dem Blut zur Leber transportiert. Der Blutzuckerspiegel steigt also und um diesen zu senken wird Insulin produziert, welches die Zuckermolek\u00fcle zu den verschiedensten Organ-, Muskel- und Nervenzellen transportiert, die daraus dann ihre notwendige Energie gewinnen. Sind alle Organe mit ausreichend Glucose versorgt und ist diese immer noch im Blut vorhanden, wird sie vom Insulin zur Leber gebracht und dort als Glykogen (Speicherform der St\u00e4rke) als Vorrat f\u00fcr magere Zeiten gespeichert. Sind die Lagerkapazit\u00e4ten in der Leber ersch\u00f6pft, werden sie in Fett umgewandelt und an anderen Stellen gelagert. Diese \u201eanderen Stellen\u201c sind vielen auch als \u201eProblemzonen\u201c bekannt. Sinkt nach einer gewissen Zeit der Blutzuckerspiegel wieder sorgt Glucagon (ein Hormon der Bauchspeicheldr\u00fcse) daf\u00fcr, dass die eingelagerte Speicherst\u00e4rke in der Leber wieder in Zucker verwandelt und in Blut abgegeben wird, womit sich der Blutzuckerspiegel wieder erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>So weit so gut. Leider ist es bei uns jedoch so, dass wir die erw\u00fcnschte und ben\u00f6tigte Dosis an nat\u00fcrlichem Zucker bei weitem \u00fcberschreiten und zudem den \u00fcberwiegenden Teil in Form von raffiniertem Zucker aufnehmen!<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu der nat\u00fcrlichen Form von Zucker wie sie in frischem Obst vorkommt, fehlen beim Industriezucker s\u00e4mtliche Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Und das hat z.T. verheerende Auswirkungen. Eben genannte wirken n\u00e4mlich an den Glucosemolek\u00fclen wie \u201eBremskl\u00f6tze\u201c. Fehlen sie, schwappt die Glucose ungebremst ins Blut und l\u00f6st dort einen regelrechten Zuckerschock aus, der den K\u00f6rper in h\u00f6chste Aufregung versetzt.<\/p>\n<p>Schon das Fehlen einzelner Stoffe hat negative Auswirkungen auf den gesamten Zuckerzyklus. Fehlen z.B. B1 und das Spurenelement Mangan k\u00f6nnen in der Leber nicht die f\u00fcr den D\u00fcnndarm notwendigen Verdauungsenzyme gebildet werden. Auch die insulinproduzierende Bauchspeicheldr\u00fcse braucht Mangan und ohne Insulin steigt der Blutzuckerspiegel bedrohlich an. Mangan ist \u00fcbrigens in N\u00fcssen, im vollen Korn und tropischen Fr\u00fcchten enthalten.<\/p>\n<p>Auch das Vitamin B3, das f\u00fcr die Verarbeitung der Kohlenhydrate gebraucht wird, fehlt in raffiniertem Zucker (wie \u00fcbrigens der gesamte Vitamin-B-Komplex).<\/p>\n<p>F\u00fcr den K\u00f6rper sehr belastend wirkt sich auch aus, dass es immer zu einem rapiden Abfall des Blutzuckerspiegels kommt (auch wenn er erst ansteigt). Dieser wiederum schw\u00e4cht die Widerstandskraft des Betroffenen sehr und er wird z.B. anf\u00e4lliger f\u00fcr Erk\u00e4ltungskrankheiten.<\/p>\n<p><big><strong>Symptome bei hohem Zuckerkonsum:<\/strong><\/big><\/p>\n<ul>\n<li>M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li>Antriebs- und Energielosigkeit<\/li>\n<li>Depressionen<\/li>\n<li>Magen- und Darmprobleme (V\u00f6llegef\u00fchl, Bl\u00e4hungen, Durchfall, Verstopfung)<\/li>\n<li>Haarausfall<\/li>\n<li>Hautkrankheiten<\/li>\n<li>Pilzbefall<\/li>\n<li>Menstruationsbeschwerden<\/li>\n<li>Nervosit\u00e4t<\/li>\n<li>Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Konzentrationsschw\u00e4che<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was also tun?<br \/>\nAuf der Suche nach einem gesunden Zuckerersatz st\u00f6\u00dft man auf die unterschiedlichsten \u201ealternativen\u201c S\u00fc\u00dfungsmittel: Ahornsirup, Apfel-, Birnen- und Agavendicksaft, Zuckerr\u00fcbensirup, Weizensirup, Honig und es gibt sicherlich noch mehr. In der Annahme, sie seien ges\u00fcnder, weil sie Vitamine und Mineralstoffe enthielten, vollwertig und nicht raffiniert seien und \u00fcberwiegend aus nat\u00fcrlichem Fruchzucker best\u00fcnden, werden sie gerne als \u201eZuckerersatz\u201c genommen. Leider stimmen die meisten Annahmen so nicht. Hier in K\u00fcrze das Wichtigste zu alternativen S\u00fc\u00dfungsmitteln:<\/p>\n<p>1.Dicks\u00e4fte und Sirupe<br \/>\nSie kristallisieren nicht wie Zuckerrohrsaft aus und unterliegen auch nicht dem Prozess der Raffination. Da ihnen nichts \u201eweggenommen\u201c wird, kann man sie als vollwertig bezeichnen, doch durch die gro\u00dfe Hitzeeinwirkung w\u00e4hrend der (auch industriellen) Herstellung werden auch s\u00e4mtliche lebenswichtige Vitamine und Enzyme vernichtet. Weiterhin kommt der Fruchtzucker hier in einer unnat\u00fcrlich hohen Konzentration vor, was den Organismus \u00e4hnlich wie bei wei\u00dfem Haushaltszucker irritiert. Dicks\u00e4fte und Sirupe greifen ebenso wie \u00fcblicher Zucker den Zahnschmelz an und \u00fcbers\u00e4uern den K\u00f6rper. Allerdings treiben sie den Blutzuckerspiegel nicht in dieselben schwindelerregenden H\u00f6hen wie Industriezucker.<\/p>\n<p>2.Vollrohrzucker<br \/>\nZuckerrohr steckt an sich voller Energie, Mineralien und Vitaminen, doch auch hier wird der Zuckerrohrsaft (in dem noch alle Stoffe enthalten sind) gekocht und somit schwinden auch hier Mineralien, Enzyme und Vitamine.<\/p>\n<p>3.Honig<br \/>\nDie im Honig enthaltende Formins\u00e4ure hat nicht nur stimulierende Wirkung, sondern kann auch zu allergischen Reaktionen f\u00fchren. Honig raubt dem K\u00f6rper Vitamine und Mineralien und sowohl der S\u00e4ure-Basen-Haushalt als auch der Blutzuckerspiegel geraten aus den Fugen. Er verursacht ebenso wie Zucker Karies und wird in der Regel erhitzt, sodass die meist angepriesenen Vitamine und Enzyme leider auch hier verkocht sind.<br \/>\nDurch die antibakterielle Wirkung von Honig wird er von vielen als Heil- und St\u00e4rkungsmittel betrachtet. Solche verwendet man aber nur in kleinen Dosen, keinesfalls t\u00e4glich und man backt damit auch keine Kuchen oder bestreicht seine Brote damit. Konventioneller Honig enth\u00e4lt zudem in der Regel R\u00fcckst\u00e4nde von Antibiotika, Pestiziden und anderen Chemikalien.<\/p>\n<p>Fazit:<br \/>\nAlternative S\u00fc\u00dfungsmittel sind nicht ges\u00fcnder als raffinierter Haushaltszucker, sondern nur etwas weniger sch\u00e4dlich<br \/>\nVerschwenden Sie weniger Zeit auf die Wahl eines vermeintlich \u201egeeigneten\u201c S\u00fc\u00dfungsmittels, als viel mehr darauf Ihren Gaumen vom s\u00fc\u00dfen Geschmack langsam zu entw\u00f6hnen und Ihren K\u00f6rper bei der Entgiftungsarbeit nach dem gelegentlichen Genuss von S\u00fc\u00dfem tatkr\u00e4ftig zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir Ihnen noch ein weiteres S\u00fc\u00dfungsmittel vorstellen, das tats\u00e4chlich gesund ist: STEVIA<br \/>\nEs handelt sich dabei um ein S\u00fc\u00dfkraut, das in Paraguay und in den angrenzenden Gebieten Brasiliens heimisch ist. Es ist frei von Kalorien, gesund f\u00fcr die Z\u00e4hne und geschmacklich f\u00fcr den einen oder anderen vielleicht etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Seit Jahrhunderten benutzen die einheimischen Indios die Pflanze, die sie \u201eHonigblatt\u201c oder \u201eHonigkraut\u201c nennnen, zum S\u00fc\u00dfen ihrer Speisen, denn das (getrocknete) Steviablatt ist bereits 20 bis 30 mal so s\u00fc\u00df wie Zucker und das daraus gewonnene Extrakt Steviosid (von Chlorophyll befreit) weist sogar bis zu 300-fache S\u00fc\u00dfkraft auf. Somit haben 100g Steviosid ungef\u00e4hr die S\u00fc\u00dfkraft von 30 Kilo Haushaltszucker \u2013 und das bei ann\u00e4hernd null Kalorien!<\/p>\n<p><strong>Positive Wirkung von Stevia:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>senkt einen zu hohen Blutzuckerspiegel (ist auch gut f\u00fcr Diabetiker geeignet)<\/li>\n<li>dient zur Unterst\u00fctzung der Verdauung<\/li>\n<li>scheint auch gegen Bluthochdruck zu wirken<\/li>\n<li>f\u00f6rdert bei \u00e4u\u00dferlicher Verwendung die Wundheilung<\/li>\n<li>wirkt gegen Entz\u00fcndungen im Mund und Hals sowie gegen Zahnfleischbluten<\/li>\n<li>hemmt Plaquebildung an den Z\u00e4hnen<\/li>\n<li>verhindert Karies<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dem Buch \u201e<a title=\"Stevia - s\u00fcndhaft s\u00fc\u00df und urgesund\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3893853103?ie=UTF8&amp;tag=sehrgesund-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3893853103\">Stevia- s\u00fcndhaft s\u00fc\u00df und urgesund<\/a>\u201c von Barbara Simonsohn finden Sie viele weitere interessante Informationen rund um Stevia (auch zum Anbau der Pflanze) sowie zahlreiche Erfahrungsberichte und Rezepte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tipps von Kerstin M\u00fcller Wie jedes Jahr, so wurden wir auch in diesem Jahr bereits seit September mit vielerlei Weihnachtsgeb\u00e4ck und Naschereien in den Gesch\u00e4ften bombardiert: Zimtsterne, Dominosteine, Lebkuchen aller Art, Stollen, Weihnachtsschokolade und vieles mehr verf\u00fchren uns mit ihrem Duft und vor allem mit ihrer S\u00fc\u00dfe. 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