{"id":337,"date":"2008-09-30T11:44:51","date_gmt":"2008-09-30T09:44:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=337"},"modified":"2008-09-30T12:05:39","modified_gmt":"2008-09-30T10:05:39","slug":"das-evangelium-des-friedens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ener-gie.de\/?p=337","title":{"rendered":"Das Evangelium des Friedens"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Friedensevangelium (nach Johannes):<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=337#dedm\"><span style=\"font-size: small;\"><strong>Die Engel der Mutter<\/strong><\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><a href=\"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=337#dvs\"><span style=\"font-size: small;\"><strong>Der verlorene Sohn<\/strong><\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><a href=\"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=337#dsnt\"><span style=\"font-size: small;\"><strong>Du sollst nicht t\u00f6ten!<\/strong><\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a name=\"dedm\"><span style=\"font-size: small;\"><strong><\/strong><\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><strong><em>Die Engel der Mutter<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und viele Kranke und Verst\u00fcmmelte         kamen zu Jesus und fragten ihn: \u00bbWenn du alles wei\u00dft,         so sage uns, warum haben wir unter diesen schmerzhaften         Plagen zu leiden? Warum sind wir nicht wie andere         Menschen? Meister, heile uns, auf da\u00df auch wir stark zu         sein verm\u00f6gen und nicht l\u00e4nger unser Elend erdulden         m\u00fcssen. Wir wissen, da\u00df du in dir die Kraft hast, alle         Krankheiten zu heilen. Befreie uns von Satan und von all         seinen gro\u00dfen Peinigungen. Meister, erbarme dich         unser!\u00ab<\/span><\/p>\n<p><!--more--><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbSelig seid ihr,         da\u00df ihr nach Wahrheit hungert; denn ich werde auch         s\u00e4ttigen mit dem Brote der Weisheit. Selig seid ihr,         da\u00df ihr anklopfet; denn ich werde euch das Tor des         Lebens \u00f6ffnen. Selig seid ihr, da\u00df ihr euch von Satans         Macht befreien wollt; denn ich werde euch ins Reich der         Engel unserer Mutter f\u00fchren, in das die Satansm\u00e4chte         nicht einzudringen verm\u00f6gen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und sie fragten ihn voll Verwunderung:         \u00bbWo ist unsere Mutter, und welches sind ihre Engel? Und         wo ist ihr Reich?\u00ab \u00bbEure Mutter ist in euch, und ihr         seid in ihr. Sie gebar euch; sie schenkte euch das Leben.         Sie gab euch euren Leib, und zu ihr wird er eines Tages         wieder zur\u00fcckkehren. Selig seid ihr, wenn ihr sie und         ihr Reich erkennen lernt wenn ihr eurer Mutter Engel         empfangt und ihre Gesetze erf\u00fcllt. Wahrlich, ich sage         euch, wer diese Dinge tut, wird niemals krank werden.         Denn die Macht unserer Mutter steht \u00fcber allem. Und sie         zerst\u00f6rt Satan und sein Reich und regiert \u00fcber alle         eure Leiber und \u00fcber alles, was da lebt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Das Blut, das in uns rinnt, ist geboren         aus dem Blute unserer Erdenmutter. Ihr Blut f\u00e4llt aus         den Wolken, springt aus dem Scho\u00dfe der Erde, singt in         den B\u00e4chen der Berge, str\u00f6mt weit in den Fl\u00fcssen der         Ebenen, schl\u00e4ft in den Seen, tobt gewaltig in den         St\u00fcrmen der Meere.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Die Luft, die wir atmen, kommt aus dem         Atem unserer Erdenmutter. Ihr Atem ist das Blau in den         H\u00f6hen der Himmel; er rauscht um die Gipfel der Berge,         raunt in den Bl\u00e4ttern des Waldes, wogt \u00fcber die         Kornfelder, schlummert in tiefen T\u00e4lern, sengt hei\u00df in         der W\u00fcste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Die H\u00e4rte unserer Knochen ist geboren         aus den Knochen unserer Erdenmutter, aus Felsen und         Steinen. Nackt stehen sie gegen den Himmel auf den         Gipfeln der Berge; wie Riesen schlafen sie an den         Bergesh\u00e4ngen; wie G\u00f6tzenbilder sind sie in die W\u00fcste         gesetzt und ruhen verborgen in den Tiefen der Erde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Die Zartheit unseres Fleisches ist         geboren aus dem Fleische unserer Erdenmutter. Ihr Fleisch         w\u00e4chst gelb und rot in den Fr\u00fcchten der B\u00e4ume und         ern\u00e4hrt uns aus den Furchen der Felder.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Unsere Eingeweide sind geboren aus den         Eingeweiden unserer Erdenmutter und liegen verborgen vor         unseren Augen, wie die unsichtbaren Tiefen der Erde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Das Licht unserer Augen, das Geh\u00f6r         unserer Ohren, beide sind geboren aus den Farben und         Kl\u00e4ngen unserer Erdenmutter, die uns \u00fcberall umhegen,         wie die Wellen des Meeres einen Fisch, wie die wirbelnde         Luft einen Vogel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Wahrlich, ich sage euch, der Mensch ist         das Kind der Erdenmutter, und von ihr bekam er seinen         gesamten Leib, gleich wie der Leib des Kindleins aus dem         Leibe seiner Mutter geboren wird. Wahrlich, ich sage         euch, ihr seid eins mit der Erdenmutter; sie ist in euch,         und ihr seid in ihr. Aus ihr seid ihr geboren, in ihr         lebt ihr, und zu ihr werdet ihr wieder zur\u00fcckkehren.         Haltet daher ihre Gesetze; denn niemand kann lange leben,         noch gl\u00fccklich werden, es sei denn, er ehre seine Mutter         und befolge ihre Gebote. Denn ihr Atem ist euer Atem, ihr         Blut euer Blut, ihr Knochenbau euer Knochenbau, ihr         Fleisch euer Fleisch, ihr Eingeweide euer Eingeweide,         ihre Augen und ihre Ohren sind eure Augen und eure Ohren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Wahrlich ich sage euch, solltet ihr         auch nur eines all dieser Gesetze nicht halten, solltet         ihr auch nur einem von all diesen Gliedern eures Leibes         ein Leid zuf\u00fcgen, so bleibt ihr euren qualvollen         Krankheiten ausgeliefert, und da wird Heulen und         Z\u00e4hneklappern sein. Ich sage euch, so ihr den Gesetzen         eurer Mutter nicht folgt, k\u00f6nnt ihr in keiner Art dem         Tode entrinnen. Doch wer sich an die Gesetze seiner         Mutter schmiegt, an den schmiegt sich auch seine Mutter.         Sie wird alle seine Leiden heilen, und er wird nie mehr         krank werden. Sie gibt ihm ein langes Leben und sch\u00fctzt         ihn vor allen Qualen, vor Feuer, vor Wasser, vor dem Bi\u00df         der Giftschlange. Denn eure Mutter gebar euch, und sie         erh\u00e4lt das Leben in euch. Sie hat euch euren Leib         gegeben, und sie kann ihn wieder heilen. Selig ist, wer         seine Mutter liebt und ruhig an ihrem Busen liegt. Denn         eure Mutter liebt euch, selbst dann noch, wenn ihr euch         von ihr abgewendet habt. Um wieviel mehr wird sie euch         lieben, wenn ihr euch ihr wieder zuwendet! Wahrlich, ich         sage euch, sehr gro\u00df ist ihre Liebe, gr\u00f6\u00dfer als die         h\u00f6chsten Berge, tiefer als die tiefsten Meere. Und wer         seine Mutter liebt, der wird sie nie verlassen. Wie eine         Henne ihre K\u00fcchlein besch\u00fctzt, wie die L\u00f6win ihre         Jungen, wie die Mutter ihr neugeborenes Kindlein, so         besch\u00fctzt die Erdenmutter das Menschenkind vor allen         Gefahren und \u00dcbeln. Denn wahrlich, ich sage euch,         unz\u00e4hlige \u00dcbel und Gefahren lauern auf die         Menschenkinder. Beelzebub, der F\u00fcrst aller Teufel, die         Quelle allen \u00dcbels, lauert im Leben aller         Menschenkinder. Er ist der Tod, der Herr aller Plagen,         und in gef\u00e4lligem Kleide versucht und verlockt er die         Menschenkinder. Reicht\u00fcmer verspricht er, und Macht und         herrliche Pal\u00e4ste, und Kleider aus Gold und Silber, und         Mengen von Gesinde. Er verspricht Ruhm und Herrlichkeit,         Hurerei und Sinnenlust, Schwelgerei und V\u00f6llerei,         liederliches Leben und Faulheit und m\u00fc\u00dfige Tage. Und         jeden verlockt er da, wo sein Herz am leichtesten         nachgibt. Und an dem Tage, da die Menschenkinder bereits         Sklaven all dieser Nichtigkeiten und Greuel geworden         sind, entrei\u00dft er, als Zahlung f\u00fcr seine Leistungen,         den Menschenkindern alles, was die Erdenmutter ihnen in         solchem \u00dcberflu\u00df gegeben hat. Er nimmt ihnen den Atem,         ihr Blut, ihre Knochen, ihr Fleisch, ihre Eingeweide,         ihre Augen und ihre Ohren. Und der Atem des         Menschenkindes wird kurz und stickig, schmerzhaft und         voller Gestank, wie der Atem unreiner Tiere. Und sein         Blut wird dick und stinkig, wie das Wasser der S\u00fcmpfe;         es gerinnt zu Klumpen und wird schwarz wie die Nacht des         Todes. Und seine Knochen werden hart und knorrig, sie         schmelzen im Innern weg und brechen entzwei, wie ein         Stein sich von einem Felsen l\u00f6st. Und sein Fleisch wird         fett und w\u00e4sserig, es fault und modert, mit Schorf und         Furunkeln, die ein Greuel sind. Und seine Eingeweide         f\u00fcllen sich mit abscheulichem Schmutz, mit schlammigen         Str\u00f6men der F\u00e4ulnis, und Heere von scheu\u00dflichen         W\u00fcrmern haben dort ihre Wohnung. Und seine Augen werden         matt, bis finstere Nacht sie eingeh\u00fcllt, und seine Ohren         werden stumm, wie das Schweigen des Grabes. Und zuletzt         wird das irrende Menschenkind auch sein Leben verlieren.         Denn es hielt die Gesetze seiner Mutter nicht und reihte         S\u00fcnde an S\u00fcnde. Daher werden ihm nun alle Gaben der         Erdenmutter genommen: Atem, Blut, Knochen, Fleisch,         Eingeweide, Augen und Ohren, und nach allem andern das         Leben selber, mit dem die Erdenmutter seinen Leib         gekr\u00f6nt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Doch wenn das irrende Menschenkind         seine S\u00fcnden bereut und sich von ihnen befreit und         wieder zu seiner Erdenmutter zur\u00fcckkehrt; und wenn es         seiner Erdenmutter Gesetze erf\u00fcllt und sich Satans         Kr\u00e4ften entwindet, seinen Versuchungen widersteht, dann         empf\u00e4ngt die Erdenmutter ihr verirrtes Kind von neuem         mit Liebe und sendet ihm ihre Engel, damit sie ihm         dienen. Wahrlich, ich sage euch, wenn das Menschenkind         dem Satan, der in ihm wohnt, widersteht und seinen Willen         nicht mehr befolgt, in gleicher Stunde finden sich die         Engel der Mutter dort ein, um dem Menschenkinde mit all         ihrer Macht zu dienen und es aus Satans Gewalt zu         befreien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denn niemand kann zwei Herren dienen.         Entweder dient er Beelzebub und seinen Teufeln, oder er         dient unserer Erdenmutter und ihren Engeln. Entweder         dient er dem Tode, oder er dient dem Leben. Wahrlich, ich         sage euch, selig ist, wer die Gesetze des Lebens erf\u00fcllt         und nicht auf den Pfaden des Todes wandelt. Denn in ihm         werden die Kr\u00e4fte des Lebens m\u00e4chtig wachsen, und er         wird den Leiden des Todes entgehen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und alle, die um ihn versammelt waren,         lauschten seinen Worten mit Verwunderung; denn sein Wort         war voller Kraft, und er lehrte ganz anders als die         Priester und Schriftgelehrten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und obschon die Sonne untergegangen         war, kehrten sie nicht zu ihren H\u00e4usern zur\u00fcck. Sie         sa\u00dfen rund um Jesus und fragten ihn: \u00bbMeister, welches         sind die Gesetze des Lebens? Weile l\u00e4nger bei uns und         lehre uns. Wir m\u00f6chten deinen Worten lauschen, damit wir         geheilt und rechtschaffen werden.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus setzte sich in ihre Mitte und         sagte: \u00bbWahrlich, ich sage euch, keiner kann gl\u00fccklich         werden, es sei denn, er erf\u00fclle das Gesetz.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und die andern antworteten: \u00bbWir alle         erf\u00fcllen die Gesetze Moses, unseres Gesetzgebers, wie         sie in unseren heiligen Schriften geschrieben stehen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbSucht das         Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben         ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich         sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht         schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz         ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige         Propheten f\u00fcr lebendige Menschen. In allem, was da lebt,         steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im         Baum, im Flu\u00df, in den Bergen, in den V\u00f6geln des         Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht         es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles,         was lebt, ist n\u00e4her bei Gott als die Schrift, die ohne         Leben ist. Gott schuf das Leben und alles, was da lebt,         damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die         Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die         Gesetze nicht in die Seiten der B\u00fccher, sondern in euer         Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem         Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden,         euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen         eures Leibes. Sie sind allgegenw\u00e4rtig in der Luft, im         Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den         Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den H\u00f6hen. Sie alle         reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der         lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schlie\u00dft eure         Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schlie\u00dft eure         Ohren, damit ihr nicht h\u00f6ret. Wahrlich, ich sage euch,         die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und         alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes.         Warum h\u00f6rt ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen         Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die         toten Schriften, die das Werk von Menschenh\u00e4nden sind?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbWie k\u00f6nnen wir Gottes Gesetze lesen,         wenn nicht in den heiligen Schriften? Wo stehen sie         geschrieben? Lies sie uns vor von dort, wo du sie siehst;         denn wir kennen nichts anderes als die Schriften, die wir         von unsern V\u00e4tern geerbt haben. Sage uns die Gesetze,         Und Jesus setzte sich in ihre Mitte und sagte:         \u00bbWahrlich, ich sage euch, keiner kann gl\u00fccklich werden,         es sei denn, er erf\u00fclle das Gesetz.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und die andern antworteten: \u00bbWir alle         erf\u00fcllen die Gesetze Moses, unseres Gesetzgebers, wie         sie in unseren heiligen Schriften geschrieben stehen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbSucht das         Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben         ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot. Wahrlich, ich         sage euch, Moses empfing seine Gesetze von Gott nicht         schriftlich, sondern durch das lebende Wort. Das Gesetz         ist lebendiges Wort des lebendigen Gottes an lebendige         Propheten f\u00fcr lebendige Menschen. In allem, was da lebt,         steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im         Baum, im Flu\u00df, in den Bergen, in den V\u00f6geln des         Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht         es in euch selber. Denn wahrlich, ich sage euch, alles,         was lebt, ist n\u00e4her bei Gott als die Schrift, die ohne         Leben ist. Gott schuf das Leben und alles, was da lebt,         damit sie durch das ewig lebendige Wort dem Menschen die         Gesetze der wahrhaften Gottheit lehren. Gott schrieb die         Gesetze nicht in die Seiten der B\u00fccher, sondern in euer         Herz und in euren Geist. Sie sind in eurem Atem, eurem         Blut, euren Knochen, in eurem Fleisch, euren Eingeweiden,         euren Augen, euren Ohren, und in jedem winzigen Teilchen         eures Leibes. Sie sind allgegenw\u00e4rtig in der Luft, im         Wasser, in der Erde, in den Pflanzen, in den         Sonnenstrahlen, in den Tiefen und in den H\u00f6hen. Sie alle         reden zu euch, damit ihr das Wort und den Willen der         lebendigen Gottheit verstehet. Doch ihr schlie\u00dft eure         Augen, damit ihr nicht sehet, und ihr schlie\u00dft eure         Ohren, damit ihr nicht h\u00f6ret. Wahrlich, ich sage euch,         die heilige Schrift ist Menschenwerk; doch das Leben und         alle seine Heerscharen sind das Werk unseres Gottes.         Warum h\u00f6rt ihr nicht auf die Worte Gottes, die in seinen         Werken geschrieben stehen? Und warum studiert ihr die         toten Schriften, die das Werk von Menschenh\u00e4nden sind?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbWie k\u00f6nnen wir Gottes Gesetze lesen,         wenn nicht in den heiligen Schriften? Wo stehen sie         geschrieben? Lies sie uns vor von dort, wo du sie siehst;         denn wir kennen nichts anderes als die Schriften, die wir         von unsern V\u00e4tern geerbt haben. Sage uns die Gesetze,         von denen du sprichst, damit wir sie h\u00f6ren und sie uns         heilen und rechtfertigen m\u00f6gen.\u00ab Jesus sagte: \u00bbIhr         verstehet die Worte Lebens nicht, weil ihr im Tode         wandelt. Das Dunkel tr\u00fcbt eure Augen, und eure Ohren         sind mit Taubheit geschlagen. Denn ich sage euch, es         n\u00fctzt euch nichts, wenn ihr eifrig \u00fcber tot Schriften         br\u00fctet, w\u00e4hrend ihr durch eure Taten den verneint, der         euch diese Schriften gegeben hat. Wahrlich, ich sage         euch, Gott und seine Gesetze sind nicht in euren Taten.         Sie sind nicht in Schlemmerei und V\u00f6llerei, noch in         liederlichem Leben oder l\u00fcsternem Tun, noch in der Gier         nach Reichtum oder im Hassen eurer Feinde. Alle diese         Dinge sind ferne vom wahren Gott und von seinen Engeln.         Sie kommen aus dem Reich der Finsternis und vom Herrn         aller \u00dcbel. Und alle diese Dinge tragt ihr in euch         selber und das Wort und die Kraft Gottes k\u00f6nnen nicht in         euch eintreten, weil alle eure \u00dcbel und Greuel in eurem         Leibe und in eurem Geiste wohnen. Wollt ihr, da\u00df das         Wort und die Kraft des lebenden Gottes in euch str\u00f6men         m\u00f6gen, so beschmutzt und sch\u00e4ndet weder euren Leib noch         euren Geist; denn der Leib ist der Tempel des Geistes,         und der Geist ist der Tempel Gottes. L\u00e4utert dem Tempel,         damit der Herr des Tempels darin wohnen und einen Ort         innehaben mag, der seiner wert ist. Zieht euch von allen         Versuchungen des Leibes und eures Geistes, die von Satan         kommen, unter den Schatten von Gottes freiem Himmel         zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Erneuert euch und fastet. Denn         wahrlich, sage ich euch, Satan und seine Seuchen k\u00f6nnen         nur durch Fasten und Gebet vertrieben werden. Geht f\u00fcr         euch und fastet allein, und zeigt niemandem, da\u00df ihr         fastet. Der lebende Gott wird es sehen, und gro\u00df wird         euer Lohn sein. Und fastet, bis Beelzebub und alle seine         Teufel von euch weichen und alle die Engel unserer         Erdenmutter kommen und euch dienen. Denn wahrlich, ich         sage euch, wenn ihr nicht fastet, werdet ihr euch nie aus         der Gewalt Satans und aller Kr\u00e4fte, die von ihm kommen,         befreien k\u00f6nnen. Fastet und betet inbr\u00fcnstig und sucht         die Kraft des lebenden Gottes zu eurer Heilung. Meidet         alle Menschen, w\u00e4hrend ihr fastet, und suchet die Engel         unserer Erdenmutter; denn wer sucht, der wird finden.         Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder, und         dort im Freien werdet ihr den Luftengel finden. Zieht         eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Luftengel,         euren ganzen Leib zu umarmen. Atmet in langen, tiefen         Z\u00fcgen, damit der Luftengel in euch str\u00f6men kann.         Wahrlich, ich sage euch, der Luftengel wird aus eurem         Leibe alle Unsauberkeiten, die ihn au\u00dfen und innen         beschmutzen, austreiben. Und so wird alles \u00dcbelriechende         und Unreine aus euch fahren, wie der Rauch des Feuers         sich aufw\u00e4rts ringelt und sich ins Luftmeer verliert.         Denn wahrlich, ich sage euch, heilig ist der Luftengel,         der alles Unreine l\u00e4utert und allen Gestank in s\u00fc\u00dfen         Duft wandelt. Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem         der Luftengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle         m\u00fcssen durch Luft und Wahrheit wiedergeboren werden;         denn euer Leib atmet die Luft der Erdenmutter, und euer         Geist atmet die Wahrheit des Himmelvaters.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Nach dem Luftengel sucht den         Wasserengel. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und         gestattet dem Wasserengel, euren ganzen Leib zu umarmen.         Werft euch ganz in seine umfassenden Arme, und so oft ihr         durch euren Atem die Luft bewegt, bewegt ihr mit eurem         Leibe auch das Wasser. Wahrlich, ich sage euch, der         Wasserengel wird aus eurem Leibe alle Unsauberkeiten, die         ihn au\u00dfen und innen beschmutzen, austreiben. Und alles         Unreine und Stinkende wird aus euch flie\u00dfen, wie der         Schmutz aus Kleidern, die in Wasser gewaschen werden,         sich im str\u00f6menden Flu\u00dfe verliert. Wahrlich, ich sage         euch, heilig ist der Wasserengel, der alles Unreine         l\u00e4utert und allen Gestank in s\u00fc\u00dfen Duft wandelt.         Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der         Wasserengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle         m\u00fcssen durch Wasser und Wahrheit wiedergeboren werden;         denn euer Leib badet in den Fl\u00fcssen des ewigen Lebens.         Denn ihr empfangt euer Blut von eurer Erdenmutter und         euren Geist von eurem Himmelvater.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denket nicht, es gen\u00fcge, wenn der         Wasserengel euch nur von au\u00dfen umarme. Wahrlich sage ich         euch, eure innere Unsauberkeit ist viel gr\u00f6\u00dfer als die         \u00e4u\u00dfere. Und wer sich au\u00dfen reinigt, innen jedoch         verschmutzt bleibt, ist wie ein Grab, au\u00dfen h\u00fcbsch         \u00fcbert\u00fcncht, doch innen voller Schmutz und Greuel.         Wahrlich, ich sage euch, la\u00dft den Wasserengel euch auch         innerlich taufen, damit er euch von euren S\u00fcnden der         Vergangenheit befreien kann und damit auch im Innern der         Leib so rein werde wie der Gischt des Baches, der im         Sonnenlicht spielt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Sucht daher eine gro\u00dfe kriechende         K\u00fcrbispflanze, mit einem Stengel von Mannesl\u00e4nge.         H\u00f6hlt das Mark heraus und f\u00fcllt die R\u00f6hre mit Wasser         eines sonnengew\u00e4rmten Flusses. H\u00e4ngt den Stengel \u00fcber         den Ast eines Baumes und kniet auf den Boden vor dem         Wasserengel nieder, f\u00fchrt das Ende des K\u00fcrbisstengels         in euren Leib ein, damit das Wasser ganz in euren Leib         einzustr\u00f6men vermag. Bleibt nun knieend vor dem         Wasserengel liegen und betet zu dem lebenden Gott, er         m\u00f6ge euch alle begangenen S\u00fcnden vergeben, und den         Wasserengel bittet, er m\u00f6ge euren Leib von jeder         Unsauberkeit und Krankheit befreien. Darauf la\u00dft das         Wasser aus eurem Leibe wieder auslaufen, damit es allen         Schmutz und Gestank Satans wegtrage. Und ihr werdet alle         Greuel und Unsauberkeiten, die den Tempel eures Leibes         beschmutzt haben, mit euren Augen sehen und mit eurer         Nase riechen, ebenso alle S\u00fcnden, die in eurem Leibe         wohnen und die euch mit allerart Schmerzen peinigen.         Wahrlich sage ich euch, diese innere Wassertaufe r\u00e4umt         den Leib von allem Unrat aus. Wiederholt diese Taufe         jeden Tag, solange ihr fastet, bis zu dem Tage, da das         eurem Leib wieder enflie\u00dfende Wasser so rein ist wie der         Gischt des Baches. Nun steigt in den str\u00f6menden Flu\u00df         und dankt dort in den Armen des Wasserengels dem         lebendigen Gott, der euch von euren S\u00fcnden erl\u00f6st hat.         Diese heilige Taufe durch den Wasserengel bedeutet:         Wiedergeburt zu neuem Leben. Denn von nun an werden eure         Augen sehen und eure Ohren h\u00f6ren. Nach solcher Taufe         s\u00fcndigt nicht mehr, damit die Engel der Luft und des         Wassers ewig in euch wohnen und euch dienen m\u00f6gen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Bleiben danach immer noch Spuren eurer         vergangenen S\u00fcnden und Unsauberkeiten in euch, so sucht         den Sonnenengel. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und         gestattet dem Sonnenengel, euren ganzen Leib zu umarmen.         Nun atmet in langen tiefen Z\u00fcgen&#8216;, damit der Sonnenengel         in euch str\u00f6men kann. Er wird aus eurem Leibe alle         \u00fcbelriechenden und unsauberen Dinge, die ihn au\u00dfen und         innen beschmutzen, hinaustreiben. Sie werden sich von         euch heben, wie das Dunkel der Nacht vor dem Glanze der         aufsteigenden Sonne entweicht. Denn ich sage euch         wahrlich, heilig ist der Sonnenengel, der alles Unreine         l\u00e4utert und allen Gestank in s\u00fc\u00dfen Duft wandelt.         Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der         Sonnenengel nicht den Weg freigibt. Wahrlich, alle         m\u00fcssen durch Sonne und Wahrheit wiedergeboren werden;         denn euer Leib sonnt sich im Sonnenlicht der Erdenmutter         und euer Geist sonnt sich im Sonnenlicht des         Himmelvaters.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Die Engel der Luft, des Wassers und der         Sonne sind Geschwister. Sie wurden dem Menschenkinde         beigegeben, damit sie ihm dienten und damit es immer von         einem zum andern gehe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Ebenso heilig ist ihre Umarmung. Sie         sind untrennbare Kinder der Erdenmutter; so trenne auch         du nicht, was Erde und Himmel vereint haben. La\u00dft diese         drei geschwisterlichen Engel euch jeden Tag umfassen und         w\u00e4hrend eures ganzen Fastens bei euch weilen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denn wahrlich sage ich euch, die Macht         der Teufel, alle S\u00fcnden und Unsauberkeiten werden         schleunigst den Leib, der von diesen drei Engeln umarmt         wird, verlassen. Wie Diebe aus einem verlassenen Hause         fl\u00fcchten, wenn der Herr des Hauses zur\u00fcckkehrt, einer         durch die T\u00fcre, einer durchs Fenster und ein dritter         durchs Dach, jeder, wo er sich gerade befindet und es         m\u00f6glich machen kann, so werden aus dem Tempel eures         Leibes alle b\u00f6sen Teufel, alle vergangenen S\u00fcnden, alle         Unsauberkeiten und Krankheiten ausrei\u00dfen. Treten die         Engel der Erdenmutter in euren Leib ein, so da\u00df die         Herren des Tempels ihn ganz wieder zu eigen haben, dann         wird aller Gestank durch euren Atem und durch eure Haut         eiligst sich davon machen, fauliges Wasser durch euren         Mund und eure Haut, durch eure hintern und eure vordern         Teile. Und alle diese Dinge werdet ihr mit euren Augen         sehen und mit eurer Nase riechen und mit euren H\u00e4nden         greifen. Und sind einmal alle S\u00fcnden und aller Schmutz         von eurem Leibe weggegangen, so wird euer Blut so rein         werden wie das Blut unserer Erdenmutter und wie der         Gischt des Baches, der im Sonnenlichte spielt. Und euer         Atem wird so rein werden wie der Atem duftender Blumen;         euer Fleisch so rein wie das Fleisch von Fr\u00fcchten, die         \u00fcber den Bl\u00e4ttern der B\u00e4ume sich r\u00f6ten; das Licht         eurer Augen so hell und klar wie der Glanz der Sonne im         Himmelblau. Und nun werden alle Engel der Erdenmutter         euch dienen. Und euer Atem, euer Blut, euer Fleisch         werden eins sein mit dem Atem, dem Blut und Fleisch der         Erdenmutter, damit euer Geist auch eins werden mag mit         dem Geiste eures Himmelvaters. Denn wahrlich, niemand         kann zum Himmelvater finden, es sei denn durch die         Erdenmutter. Gleich wie kein neugeborenes Kind die Lehren         seines Vaters verstehen kann, ehe seine Mutter es         ges\u00e4ugt, gebadet, gepflegt und auferzogen hat. Ist das         Kind noch klein, so geh\u00f6rt es zur Mutter und hat ihr zu         gehorchen. Wird das Kind erwachsen, so nimmt sein Vater         den Sohn mit sich aufs Feld zur Arbeit, und er kommt nur         zu Essenszeiten zur\u00fcck zu seiner Mutter. Und nun belehrt         der Vater den Sohn, damit er in seinen beruflichen         Arbeiten t\u00fcchtig werde. Und sieht der Vater, da\u00df sein         Sohn seine Lehre versteht und aufnimmt und seine Arbeit         meistert, so \u00fcberl\u00e4\u00dft er ihm alle seine G\u00fcter, damit         sie dem geliebten Sohne geh\u00f6ren und er das Werk seines         Vaters fortsetzen m\u00f6ge. Wahrlich, ich sage euch, selig         ist das Kind, das den Rat seiner Mutter aufnimmt und         befolgt. Und hundertmal seliger ist das Kind, das auch         den Rat seines Vaters befolgt; denn es wurde euch gesagt:         \u00bbEhre deinen Vater und deine Mutter, auf da\u00df du lange         lebest auf dieser Erde.\u00ab Ich aber sage euch, ihr         Menschenkinder: Ehret eure Erdenmutter und haltet alle         ihre Gesetze, auf da\u00df ihr lange lebet auf dieser Erde,         und ehret euren Himmelvater, auf da\u00df ihr das ewige Leben         in den Himmeln erlanget. Denn der Himmelvater ist         hundertmal gr\u00f6\u00dfer als alle V\u00e4ter durch Samen und Blut,         und gr\u00f6\u00dfer ist die Erdenmutter als alle leiblichen         M\u00fctter. Und der Himmelvater und die Erdenmutter lieben         das Menschenkind inniger, als sein Vater durch Samen und         Blut und seine leibliche Mutter es k\u00f6nnen. Und die Worte         und Gesetze eures Himmelvaters und eurer Erdenmutter sind         weiser als alle die Worte und der Wille aller V\u00e4ter         durch Samen und Blut und aller leiblichen M\u00fctter.         Hochwertiger auch ist das Erbgut eures Himmelvaters und         eurer Erdenmutter, das ewige Reich des irdischen und         himmlischen Lebens, als alles, was eure V\u00e4ter durch         Samen und Blut und eure leiblichen M\u00fctter euch vererben         k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und eure wahren Geschwister sind alle         jene, die den Willen eures Himmelvaters und eurer         Erdenmutter tun, nicht aber eure Blutsgeschwister an         sich. Wahrlich, ich sage euch, eure wahren Geschwister in         Erf\u00fcllung des Willens des Himmelvaters und der         Erdenmutter werden euch tausendmal mehr lieben als eure         Blutsgeschwister. Denn seit den Tagen von Kain und Abel,         da Blutsbr\u00fcder den Willen Gottes \u00fcbertraten, gibt es         keine wahre Bruderschaft nur durch das Blut, und         Geschwister behandeln sich wie Fremde. Daher sage ich         euch, liebet eure wahren Geschwister im Willen Gottes         tausendmal mehr als eure Blutsgeschwister.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denn euer Himmelvater ist Liebe. Denn         eure Erdenmutter ist Liebe. Denn der Menschensohn ist         Liebe. Durch Liebe werden Himmelvater, Erdenmutter und         Menschensohn (Menschenkind) eins. Denn der Geist des         Menschenkindes wurde aus dem Geiste des Himmelvaters         geschaffen und sein Leib aus dem Leibe der Erdenmutter.         Werdet daher vollkommen, wie der Geist eures Himmelvaters         und der Leib eurer Erdenmutter vollkommen sind. Und         liebet euren Himmelvater, wie er euren Geist liebt. Und         liebet eure Erdenmutter, wie sie euren Leib liebt. Und         liebet eure wahren Geschwister, wie euer Himmelvater und         eure Erdenmutter sie lieben. Und dann wird euer         Himmelvater euch seinen heiligen Geist geben, und eure         Erdenmutter wird euch ihren heiligen Leib geben. Und dann         werden die Menschenkinder sich lieben wie wahre         Geschwister, und die Liebe, die sie von ihrem Himmelvater         und ihrer Erdenmutter bekommen, den andern weitergeben,         und jeder wird zum Tr\u00f6ster der andern werden. Und dann         werden alle \u00dcbel und Sorgen von der Erde verschwinden,         und es wird lauter Liebe und Lust auf der Erde sein. Und         dann wird die Erde sein wie die Himmel, und das Reich         Gottes wird kommen. Und dann wird der Menschensohn in all         seiner Pracht kommen und das Erbe des Reiches Gottes         antreten. Und dann werden die Menschenkinder ihr         g\u00f6ttliches Erbe, das Reich Gottes teilen. Denn die         Menschenkinder leben im Himmelvater und in der         Erdenmutter, und diese leben in ihnen. Und mit dem Reiche         Gottes werden alle Zeiten enden. Denn die Liebe des         Himmelvaters gibt im Reiche Gottes allem Leben die         Ewigkeit. Denn Liebe ist ewig. Liebe ist st\u00e4rker als der         Tod.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Spr\u00e4che ich mit Menschen- und mit         Engelzungen und h\u00e4tte der Liebe nicht, so w\u00e4re ich ein         t\u00f6nend Erz und eine klingende Schelle. Sagte ich euch         auch, was kommen werde und w\u00fc\u00dfte ich alle Geheimnisse         und h\u00e4tte alle Weisheit, w\u00e4re mein Glaube st\u00e4rker als         der Sturm, der Berge versetzt, h\u00e4tte aber der Liebe         nicht, so w\u00e4re ich nichts. Und schenkte ich alle meine         G\u00fcter den Armen, um sie zu n\u00e4hren, g\u00e4be ich all mein         Feuer, das ich von meinem Vater empfangen habe, und         h\u00e4tte der Liebe nicht, so h\u00e4tte ich keinerlei Gewinn.         Liebe ist langm\u00fctig, Liebe ist g\u00fctig. Liebe kennt         keinen Neid, wirkt keine \u00dcbel, ist allem Stolze fremd;         sie ist nicht heftig und nicht eigens\u00fcchtig; dem Zorn         anderer l\u00e4\u00dft sie seine Zeit und bildet sich nichts         B\u00f6ses ein; sie freut sich keines Unrechtes, wohl aber         der Gerechtigkeit. Liebe verteidigt alles, Liebe glaubt         alles, Liebe hofft alles, Liebe ertr\u00e4gt alles; nie         ersch\u00f6pft sie sich; Zungen aber werden verstummen, und         Wissen wird dahinschwinden. Denn wir haben Wahrheit in         Teilchen und Irrtum in Teilchen; doch wenn die F\u00fclle der         Vollendung gekommen sein wird, wird alles, das da geteilt         ist, ausgel\u00f6scht werden. Ist der Mensch noch Kind,         spricht er wie ein Kind, versteht wie ein Kind, denkt wie         ein Kind; doch wird er erwachsen, so setzt er alles         Kindische beseite. Heute sehen wir nur durch Gl\u00e4ser und         dunkle Worte. Wir erkennen nur Teilchen. Doch werden wir         dereinst vor dem Angesichte Gottes sein, so werden wir         unser Teilwissen aufgeben, da Er uns lehren wird. F\u00fcr         heute aber verbleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und         Liebe, doch die Liebe ist die gr\u00f6\u00dfte unter ihnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und heute rede ich zu euch in der         lebendigen Sprache des lebendigen Gottes, durch den         heiligen Geist unseres Himmelvaters. Noch ist keiner         unter euch, der all das, wovon ich zu euch spreche, ganz         verstehen kann. Wer euch die alten Schriften auslegt, der         spricht zu euch in einer toten Sprache toter Menschen,         durch seinen kranken und sterblichen Leib. Ihn k\u00f6nnen         daher alle Menschen verstehen; denn sie alle sind krank         und sind des Todes. Keiner sieht das Licht des Lebens.         Blinde f\u00fchren Blinde auf den finstern Pfaden der         S\u00fcnden, Krankheiten und Leiden, und zuletzt fallen sie         alle in die Grube des Todes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Der Vater hat mich zu euch gesandt,         damit ich das Licht des Lebens vor euch scheinen lasse.         Das Licht erhellt sich und die Finsternis; doch die         Finsternis kennt nur sich selber und wei\u00df nichts vom         Lichte. Noch vieles habe ich euch zu sagen; doch noch         k\u00f6nntet ihr es nicht ertragen. Denn eure Augen sind die         Finsternis gew\u00f6hnt, und das volle Licht des Himmelvaters         w\u00fcrde euch blind machen. Daher k\u00f6nnt ihr noch nicht         verstehen, was ich euch vom Himmelvater, der mich gesandt         hat, sage. Befolgt daher zuerst nur die Gesetze eurer         Erdenmutter, die ich euch dargelegt habe. Und wenn ihre         Engel eure Leiber gereinigt und erneut und eure Augen         gest\u00e4rkt haben, so werdet ihr das Licht unseres         Himmelvaters ertragen k\u00f6nnen. K\u00f6nnt ihr einst ohne         Zwinkern offen in den Glanz der Mittagssonne blicken,         dann werdet ihr auch das blendende Licht unseres         Himmelvaters zu schauen verm\u00f6gen, das tausendmal heller         ist als der Glanz von tausend Sonnen. Doch wie solltet         ihr das blendende Licht unseres Himmelvaters zu schauen         verm\u00f6gen, wenn ihr nicht einmal den Flammenschein der         Sonne ertragt? Glaubt mir, die Sonne ist wie das         Fl\u00e4mmchen einer Kerze, wenn wir sie mit der         Wahrheitssonne des Himmelvaters vergleichen. Wahret euch         daher Glaube und Hoffnung und Liebe. Ich sage euch         wahrlich, ihr werdet nach keinem Lohne verlangen. Glaubt         ihr meine Worte, so glaubt ihr an den, der mich gesandt         hat, der Herr ist \u00fcber allem und bei dem alle Dinge         m\u00f6glich sind. Denn was f\u00fcr Menschen unm\u00f6glich sein         mag, Gott ist alles m\u00f6glich. Glaubt ihr an die Engel der         Erdenmutter und erf\u00fcllt ihre Gesetze, so wird euer         Glaube euch st\u00fctzen, und ihr werdet nie erkranken. Hofft         auch auf die Liebe unseres Himmelvaters; denn wer ihm         vertraut, wird nie entt\u00e4uscht werden, noch wird er je         den Tod sehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Liebet einander, denn Gott ist Liebe,         und dann werden seine Engel wissen, da\u00df ihr in seinen         Pfaden wandelt. Und alle Engel werden vor euer Angesicht         treten und euch dienen. Und Satan mit all seinen S\u00fcnden,         Krankheiten und Unsauberkeiten wird aus eurem Leibe         entweichen. Gehet hin, meidet eure S\u00fcnden; tut Bu\u00dfe;         tauft euch selber, damit ihr neu geboren werdet und nicht         mehr s\u00fcndigt.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Jesus erhob sich. Doch alle andern         blieben sitzen; denn jeder f\u00fchlte die Kraft seiner         Worte. Und nun erschien der volle Mond zwischen         aufbrechenden Wolken und h\u00fcllte Jesus in seinen Glanz,         Und Funken spr\u00fchten von seinem Haare auf, und er stand         unter ihnen im Mondlicht, als ob er in der Luft schwebte.         Und niemand bewegte sich, und keine Stimme wurde laut.         Und keiner wu\u00dfte, wie lange dies dauerte, denn die Zeit         stand still.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Dann streckte Jesus seine H\u00e4nde aus         nach ihnen und sagte- \u00bbFriede sei mit euch.\u00ab Und so         ging er von dannen, wie wenn ein Windhauch \u00fcber das         Gr\u00fcn der B\u00e4ume glitte. Und lange noch sa\u00df die Schar         der Menschen stille, und dann erst erwachten sie im         Schweigen, einer nach dem andern, wie aus einem langen         Traume. Doch keiner wollte gehen, als ob die Worte         dessen, der von ihnen gegangen, immer noch in ihren Ohren         kl\u00e4ngen. Und sie sa\u00dfen, als ob sie einer wunderbaren         Musik lauschten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Doch zuletzt sagte einer, als k\u00e4me         eine leichte Furcht \u00fcber ihn: \u00bbWie gut ist es, hier zu         weilen!\u00ab Ein anderer. \u00bbM\u00f6chte diese Nacht doch ewig         dauern!\u00ab Und andere: \u00bbW\u00e4re er doch immer bei uns!\u00ab &#8211;         \u00bbEr ist in Wahrheit Gottes Bote, denn er pflanzte         Hoffnung in unsere Herzen.\u00ab Und niemand wollte         heimgehen, wie einer sagte: \u00bbIch gehe nicht heim, dort         ist alles dunkel und ohne Freude. Warum sollten wir         heimgehen, wo uns doch niemand lieb hat?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">So sprachen sie; denn fast alle waren         Arme, Lahme, Blinde, Verst\u00fcmmelte, Bettler, Heimatlose,         verachtet in ihrem Elend, nur hier und da einige Tage aus         Mitleid in H\u00e4usern geduldet. Selbst solche, die Heim und         Familie hatten, sagten: \u00bbAuch wir wollen bei euch         bleiben.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denn jeder f\u00fchlte, da\u00df die Worte         dessen, der von ihnen gegangen, die kleine Schar mit         unsichtbaren F\u00e4den verband. Und alle f\u00fchlten sich wie         neugeboren. Sie sahen vor sich eine leuchtende Welt, auch         dann noch, als der Mond sich hinter Wolken verbarg. Und         in aller Herzen bl\u00fchten wunderbare Blumen von         wunderbarer Sch\u00f6nheit, die Blumen der Freude.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und als die ersten hellen         Sonnenstrahlen \u00fcber den Rand der Erde daherleuchteten,         da f\u00fchlten alle, es sei die Sonne des kommenden Reiches         Gottes. Und mit freudigen Gesichtern gingen sie hin, um         Gottes Engel zu begegnen.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a name=\"dvs\"><span style=\"font-size: small;\"><em><strong><\/strong><\/em><\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><em><strong>Der verlorene Sohn<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und viele Unreine und Kranke folgten         Jesu Worten und zogen an die Ufer der murmelnden Fl\u00fcsse.         Sie zogen ihre Schuhe und Kleider aus, sie fasteten, und         sie boten ihre Leiber den Engeln der Luft, des Wassers         und der Sonne dar. Und die Engel der Erdenmutter umarmten         sie und erf\u00fcllten ihre Leiber innen und au\u00dfen. Und alle         sahen alle \u00dcbel, S\u00fcnden und Unsauberkeiten eiligst aus         ihnen fl\u00fcchten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und der Atem von einigen wurde so         stinkend wie der Wind, der aus Eingeweiden entweicht, und         andere warfen Speichel aus und erbrachen. Alle diese         Unsauberkeiten flossen aus Mund oder Nase, sogar aus         Augen und Ohren. Und manche stie\u00dfen \u00fcber die ganze Haut         einen widerlichen, abscheulichen Schwei\u00df aus. Und an         manchen Gliedern brachen gro\u00dfe Beulen und Furunkel aus         und entleerten stinkenden Schmutz, und der Harn flo\u00df in         Str\u00f6men; und bei andern trocknete der Harn ein und wurde         so dick wie Bienenhonig; wieder bei andern wurde er fast         rot oder schwarz, und fast so hart wie der Sand der         Fl\u00fcsse. Und manche gaben Winde von sich, die stanken wie         der Atem der Teufel. Und ihr Gestank wurde so gro\u00df, da\u00df         niemand ihn ertragen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und wenn sie sich selber tauften, wenn         der Wasserengel in ihre Leiber eintrat und alle Greuel         und Unsauberkeiten vergangener S\u00fcnden ausstr\u00f6mten, so         brauste es wie ein st\u00fcrzender Bergbach von der F\u00fclle         harter und weicher Kotreste. Und der Grund, auf den diese         Wasser st\u00fcrzten, wurde verseucht, und der Gestank wurde         so gro\u00df, da\u00df niemand dort bleiben konnte. Und die         Teufel verlie\u00dfen die Eingeweide in Form unz\u00e4hliger         W\u00fcrmer, die sich im Schlamme des innern Schmutzes         kr\u00fcmmten. Und sie wanden sich in ohnm\u00e4chtiger Wut, da         der Wasserengel sie aus den Leibern der Menschenkinder         getrieben hatte. Und nun stie\u00dfen die Kr\u00e4fte des         Sonnenengels auf sie hernieder, und bald lief unter dem         zermalmenden Tritt des Todesengels das letzte Todeszucken         durch sie. Und alle erzitterten vor Schrecken, wenn sie         alle diese Satansgreuel erblickten, von denen die Engel         sie erl\u00f6st hatten. Und sie dankten Gott, der ihnen seine         Engel zu ihrer Befreiung gesandt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und da waren auch einige, die von         gro\u00dfen Schmerzen gequ\u00e4lt wurden, die nicht von ihnen         weichen wollten, und da sie nicht wu\u00dften, was sie tun         sollten, entschlossen sie sich, jemanden zu Jesus zu         senden; denn sie w\u00fcnschten sehr, er m\u00f6chte bei ihnen         sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und als zwei sich auf den Weg machten,         sahen sie Jesus selber zum Flussufer kommen. Und ihre         Herzen erf\u00fcllten sich mit Hoffnung und Freude, als sie         seinen Gru\u00df h\u00f6rten: \u00bbFriede sei mit euch.\u00ab Und so         viele Fragen wollten sie ihm stellen; doch in ihrer         Verwunderung konnten sie nicht beginnen, nichts fiel         ihnen ein. Da sagte Jesus zu ihnen: \u00bbIch komme, weil ihr         mich n\u00f6tig habt.\u00ab Und einer rief: \u00bbMeister, wir         brauchen dich wirklich, komm und erl\u00f6se uns aus unseren         Qualen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus sprach zu ihnen in         Gleichnissen: \u00bbIhr seid wie der verlorene Sohn, der         viele Jahre a\u00df und trank und seine Tage mit Freunden in         liederlichem Leben verpra\u00dfte. Jede Woche h\u00e4ufte er neue         Schulden, ohne da\u00df sein Vater es wu\u00dfte, und alles         verjubelte er in wenig Tagen. Und willig liehen ihm die         Geldverleiher, weil sein Vater sehr gro\u00dfe G\u00fcter besa\u00df         und immer geduldig die Schulden seines Sohnes bezahlte.         Und vergeblich ermahnte er mit guten Worten seinen Sohn;         denn dieser h\u00f6rte nicht auf seinen Vater, der ihn         umsonst flehentlich bat, doch sein ausschweifendes Leben         endlich aufzugeben und auf den Feldern die Aufsicht \u00fcber         ihre Arbeiter zu f\u00fchren. Und immer wieder versicherte         der Sohn ihm, er werde alles tun, wenn der Vater nur noch         dies letztemal seine Schulden bezahle; doch am n\u00e4chsten         Tage setzte er sein Lasterleben bedenkenlos fort. Das         f\u00fchrte er mehr als sieben Jahre so weiter. Doch zuletzt         verlor sein Vater die Geduld und zahlte den         Geldverleihern die Schulden seines Sohnes nicht mehr.         \u00bbZahle ich immer weiter\u00ab, sagte er, \u00bbso werden die         S\u00fcnden meines Sohnes zu keinem Ende kommen.\u00ab Nun         ergriffen die Geldverleiher in ihrer Wut den Sohn und         machten ihn zum Sklaven, damit er durch t\u00e4gliche Fron         nach und nach alles geborgte Geld zur\u00fcckbezahlte. Und         nun h\u00f6rten das reichliche Essen und Trinken und die         t\u00e4glichen Schlemmereien auf. Vom Morgen bis tief in die         Nacht w\u00e4sserte er im Schwei\u00dfe seines Angesichtes die         Felder, und alle seine Glieder schmerzten von der         ungewohnten Arbeit. Und er lebte von trockenem Brot und         hatte nichts als Tr\u00e4nen, um es zu benetzen. Und nachdem         er drei Tage vor Hitze und \u00dcberm\u00fcdung gelitten hatte,         sagte er zu seinem Herrn: \u00bbIch kann nicht mehr arbeiten,         denn alle meine Glieder schmerzen. Wie lange willst du         mich derart qu\u00e4len?\u00ab &#8211; \u00bbBis zu dem Tage, da du mir         durch deiner H\u00e4nde Arbeit alle deine Schulden bezahlt         hast, und hast du sieben Jahre hinter dir, so wirst du         frei werden.\u00ab Und der verzweifelte Sohn antwortete         weinend: \u00bbDoch ich kann es nicht einmal sieben Tage         ertragen. Erbarme dich meiner, denn alle meine Glieder         brennen und schmerzen.\u00ab und der b\u00f6swillige Gl\u00e4ubiger         rief: \u00bbTreibe deine Arbeit voran! Konntest du sieben         Jahre deine Tage und N\u00e4chte liederlich verleben, so         mu\u00dft du nun auch sieben Jahre arbeiten. Ich werde dir         nicht vergeben, es sei denn, du habest alle deine         Schulden bis zur letzten Drachme zur\u00fcckbezahlt.\u00ab Und         der Sohn mit seinen schmerzgemarterten Gliedern, wankte         verzweifelt in die Felder zur\u00fcck an seine Arbeit. Vor         M\u00fcdigkeit und Schmerzen konnte er kaum mehr auf seinen         F\u00fc\u00dfen stehen, als der siebente Tag kam &#8211; der Sabbat, da         niemand auf den Feldern arbeitete. Da raffte der Sohn den         Rest seiner Kr\u00e4fte zusammen und schwankte zum Hause         seines Vaters. Dort warf er sich seinem Vater zu F\u00fc\u00dfen         und sagte: \u00bbVater, glaube mir nun zum letztenmal und         vergib mir alles, was ich dir angetan habe. Ich schw\u00f6r         dir, ich werde nie mehr liederlich leben und in allen         Dingen dein folgsamer Sohn sein. Befreie mich aus den         H\u00e4nden meiner Peiniger. Vater, sieh mich und meine         siechen Glieder an und verschlie\u00dfe mir dein Herz         nicht.\u00ab Da kamen Tr\u00e4nen in die Augen des Vaters, und er         nahm seinen Sohn in die Arme und sagte: \u00bbLa\u00dft uns         fr\u00f6hlich sein; denn heute ist mir eine gro\u00dfe Freude         geschenkt worden. Ich habe meinen geliebten Sohn, der         verloren war, wieder gefunden.\u00ab Und er kleidete ihn in         auserlesene Gew\u00e4nder, und festlich feierten sie den         ganzen Tag. Und am n\u00e4chsten Morgen gab der Vater seinem         Sohn einen Beutel mit Silber, damit er seinen Gl\u00e4ubigern         alle Schulden zur\u00fcckbezahlen k\u00f6nne. Und als sein Sohn         zur\u00fcckkam, sagte er zu ihm: \u00bbMein Sohn, siehst du nun,         wie leicht es ist, durch ein liederlich Leben Schulden         f\u00fcr sieben Jahre sich aufzub\u00fcrden, wie schwer aber, sie         durch sieben Jahre Zwangsarbeit wieder abzutragen?\u00ab &#8211;         \u00bbVater, es ist wirklich schwer, f\u00fcr sie zu zahlen, und         sei es auch nur sieben Tage.\u00ab Und sein Vater ermahnte         ihn: \u00bbF\u00fcr diesmal sei dir noch erlaubt, deine Schulden         statt in sieben Jahren in sieben Tagen zur\u00fcckzuzahlen,         und der Rest sei dir erlassen. Doch gib acht, da\u00df du in         Zukunft keine neuen Schulden mehr machst. Denn wahrlich         sage ich dir, da\u00df niemand anders als dein Vater dir         deine Schulden vergibt, weil du sein Sohn bist. Denn bei         allen andern h\u00e4ttest du sieben Jahre schwer zu arbeiten,         wie es in unsern Gesetzen geschrieben steht.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbMein Vater, von nun an werde ich dein         liebender und folgsamer Sohn sein, und ich werde keine         neuen Schulden mehr machen; denn ich wei\u00df nun, wie         schwer es ist, sie zur\u00fcckzuzahlen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und er ging auf seines Vaters Felder         und \u00fcberwachte jeden Tag die Arbeit der Knechte seines         Vaters. Und nie b\u00fcrdete er ihnen schwere Lasten auf;         denn er erinnerte sich seiner eigenen Fronarbeit. Und die         Jahre vergingen, und seines Vaters G\u00fcter gediehen immer         besser unter seinen H\u00e4nden; denn der Segen seines Vaters         ruhte auf seinem Werke. Und nach und nach gab er seinem         Vater zehnf\u00e4ltig alles zur\u00fcck, was er in den sieben         Jahren verschwendet hatte. Und als sein Vater sah, da\u00df         sein Sohn so wohl mit seinen Dienern und all seinem         Besitze umzugehen gelernt hatte, sagte er zu ihm: \u00bbMein         Sohn, ich sehe, da\u00df meine G\u00fcter in guten H\u00e4nden sind.         Nun \u00fcbergebe ich dir all mein Vieh, mein Haus, meine         L\u00e4ndereien und meine Sch\u00e4tze. La\u00df all dies dein Erbe         sein, und fahre fort, es zu mehren, damit es dir zur         Freude werde.\u00ab Und da sein Sohn von seinem Vater dies         Erbe empfangen hatte, schenkte er all seinen Schuldnern,         die ihn nicht bezahlen konnten, ihre Schulden; denn er         hatte nicht vergessen, da\u00df auch seine Schuld ihm         geschenkt worden war, als er sie nicht bezahlen konnte.         Und Gott segnete ihn durch ein langes Leben, durch viele         Kinder und Reicht\u00fcmer, weil er zu all seinen Dienstboten         und zu all seinem Vieh g\u00fctig war.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Nun wandte sich Jesus zu den kranken         Leuten und sagte: \u00bbIch rede zu euch in Gleichnissen,         damit ihr Gottes Wort besser verstehet. Die sieben Jahre         reichlichen Essens und Trinkens und liederlichen Lebens         sind die S\u00fcnden, die hinter euch liegen. Der b\u00f6swillige         Gl\u00e4ubiger ist Satan. Die Schulden sind Krankheiten. Die         Zwangs arbeit sind die Schmerzen. Der verlorene Sohn, das         seid ihr selber. Die R\u00fcckzahlung der Schulden besteht im         Austreiben der Teufel und Krankheiten, in der Heilung         eures Leibes. Der Beutel mit Silber, den der Vater dem         Sohne reicht, ist die befreiende Kraft der Engel. Der         Vater ist Gott. Die Diener des Vaters sind die Engel. Die         Felder des Vaters sind die Welt, die in das Himmelreich         umgewandelt wird, wenn die Menschenkinder in ihr zusammen         mit den Engeln des Himmelvaters arbeiten. Denn ich sage         euch, es ist besser, der Sohn gehorche seinem Vater und         \u00fcberwache seines Vaters Diener auf den Feldern, statt         da\u00df er der Schuldner des b\u00f6swilligen Gl\u00e4ubigers werde,         und in Leibeigenschaft sich abm\u00fchen und schwitzen mu\u00df,         um alle seine Schulden zur\u00fcckzuzahlen. Ebenso ist         besser, wenn die Menschenkinder die Gesetze ihres         Himmelvaters befolgen und mit seinen Engeln in seinem         Reiche arbeiten, statt da\u00df sie Schuldner des Satans         werden, des Herrn des Todes, aller S\u00fcnden und         Krankheiten, und da\u00df sie Schmerzen leiden und schwitzen,         bis sie alle ihr S\u00fcnden beglichen haben. Ich sage euch         wahrlich, gro\u00df und zahlreich sind eure S\u00fcnden. Viele         Jahre habt ihr Satans Verlockungen nachgegeben. Ihr habt         geschlemmt, gezecht, gehurt, und eure Schulden aus der         Vergangenheit haben sich vervielfacht. Und nun m\u00fc\u00dft ihr         sie zur\u00fcckzahlen, und zu bezahlen ist hart und schwer.         Seid daher nicht schon nach dem dritten Tage ungeduldig,         wie der verlorene Sohn, sondern wartet geduldig den         siebenten Tag ab, der durch Gott geheiligt ist, und dann         geht mit dem\u00fctigem und folgsamem Herzen vor das Antlitz         eures Himmelvaters, damit er euch all eure S\u00fcnden und         all eure Schulden erlassen m\u00f6ge. Ich sage euch wahrlich,         euer Himmelvater liebt euch ohne Ende; denn auch er         erlaubt euch, in sieben Tagen die Schulden von sieben         Jahren zur\u00fcckzuzahlen. Wer die S\u00fcnden und Krankheiten         von sieben Jahren schuldet, doch ehrlich und beharrlich         bis zum siebenten Tage zur\u00fcckzahlt, dem wird unser         Himmelvater die Schulden der ganzen sieben Jahre         erlassen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbUnd wenn wir sieben mal sieben Jahre         ges\u00fcndigt haben?\u00ab fragte ein Kranker, der schrecklich         litt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbSelbst in diesem Falle vergibt euch         der Himmelvater all eure Schulden in sieben und sieben         Tagen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbSelig sind alle, die bis zum Ende         durchhalten; denn Satans Teufel zeichnen alle eure \u00fcblen         Taten in einem Buche auf, im Buche eures Leibes, und         eures Geistes. Ich sage euch wahrlich, es gibt nicht eine         s\u00fcndige Tat, die nicht aufgezeichnet w\u00e4re, selbst vom         Beginne der Welt an, vor unserrn Himmelvater. Denn den         Gesetzen, die K\u00f6nige gemacht haben, m\u00f6gt ihr         entschl\u00fcpfen, doch niemals den Gesetzen eures Gottes.         Und kommt ihr vor Gottes Angesicht, so werden die Teufel         des Satans gegen euch zeugen durch eure Taten, und Gott         sieht eure S\u00fcnden im Buche eures Leibes und eures         Geistes aufgezeichnet und wird traurig bis ins Herz         hinein. Doch wenn ihr eure S\u00fcnden bereut und durch         Fasten und Beten die Engel Gottes sucht, dann l\u00f6schen         Gottes Engel jeden Tag, den ihr mit Fasten und Beten         fortfahrt, ein Jahr eurer \u00fcblen Taten aus dem Buche         eures Leibes und eures Geistes. Und ist dereinst die         letzte Seite ausgel\u00f6scht und von all euren S\u00fcnden         gereinigt, so steht ihr vor Gottes Angesicht, und Gott         freut sich tief in sein Herz hinein und vergibt euch alle         eure S\u00fcnden. Er befreit euch aus den Krallen Satans und         vom Leiden; er nimmt euch in sein Haus und gebietet all         seinen Dienern, all seinen Engeln, euch zu dienen; er         gibt euch ein langes Leben, und Krankheiten werdet ihr         nicht sehen. Und wenn ihr von da an statt zu s\u00fcndigen         eure Tage mit guten Taten verbringt, so werden die Engel         Gottes alle eure guten Taten in das Buch eures Leibes und         eures Geistes aufzeichnen. Ich sage euch wahrlich, keine         gute Tat bleibt vor Gott unaufgezeichnet, selbst vom         Beginne der Welt an. Bei euren K\u00f6nigen und Herrschern         m\u00f6gt ihr vergeblich auf euren Lohn warten; doch niemals         werden eure guten Taten den Gotteslohn zu vermissen         haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Kommt ihr vor Gottes Angesicht, so         werden seine Engel mit euren guten Taten f\u00fcr euch         zeugen. Gott sieht eure guten Taten in euren Leibern und         in eurem Geiste aufgezeichnet, und das erfreut sein Herz.         Er segnet euren Leib und euren Geist und alle eure guten         Taten und gibt euch als Erbe sein irdisches und         himmlisches Reich, damit ihr ewig in ihm leben k\u00f6nnt.         Selig ist, wer ins Reich Gottes eintritt; denn nie wird         er den Tod sehen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und eine gro\u00dfe Stille folgte diesen         Worten. Und die Entmutigten sch\u00f6pften neue Kraft aus         seinen Worten und setzten ihr Fasten und Beten fort. Und         der zuerst gesprochen hatte, sagte zu ihm. .Ich will bis         zum siebenten Tage durchhalten.\u00ab Und auch der zweite         sagte zu ihm: \u00bbAuch ich will bis zum sieben mal         siebenten Tage durchhalten.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Jesus antwortete ihnen: \u00bbSelig sind         alle, die bis zum Ende durchhalten; denn sie werden das         Erdreich besitzen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und da waren viele Kranke unter ihnen,         die von schmerzhaften Leiden gemartert wurden und die         Jesus kaum vor die F\u00fc\u00dfe zu kriechen vermochten. Denn         sie konnten nicht mehr aufrecht gehen. Sie sagten:         \u00bbMeister, uns qu\u00e4len dr\u00fcckende Schmerzen; sage uns,         was wir tun sollen.\u00ab Und sie zeigten Jesus ihre F\u00fc\u00dfe,         deren Knochen verkr\u00fcmmt und knotig waren und sagten:         \u00bbWeder der Engel der Luft, noch der des Wassers, noch         der der Sonne haben unsere Schmerzen gestillt, obgleich         wir uns getauft haben und fasten und beten und deine         Worte in allem befolgen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbIch sage euch wahrlich, eure Knochen         werden heilen. Seid nicht entmutigt, sondern bettet euch         zur Heilung eng an den Erdengel. Denn eure Knochen werden         dorthin zur\u00fcckkehren, wo sie genommen wurden.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und er deutete mit seiner Hand auf eine         Stelle, wo das flie\u00dfende Wasser und die hei\u00dfe Sonne am         Ufer den Lehm der Erde aufgeweicht hatten. \u00bbSenkt eure         F\u00fc\u00dfe in diesen Schlamm, damit die Umarmung des         Erdengels allen Schmutz und alle Krankheit aus euren         Knochen ziehen kann. Und ihr werdet sehen, wie Satan und         eure Schmerzen der Umarmung des Erdengels entfliehen         werden. Und die Knoten eurer Knochen werden         dahinschwinden, und diese werden sich strecken, und alle         eure Schmerzen werden von euch gehen.\u00ab Und die Kranken         folgten seinen Worten; denn sie wu\u00dften, da\u00df sie geheilt         werden w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und da waren auch andere Kranke, die         gro\u00dfe Schmerzen litten, obgleich sie weiterfasteten. Und         ihre Kr\u00e4fte waren verbraucht, und gro\u00dfe Hitze marterte         sie. Und als sie sich erheben wollten, urn zu Jesus zu         gehen, da wurden sie schwindlig, als ob ein Windsto\u00df sie         sch\u00fcttelte, und so oft sie aufzustehen versuchten,         fielen sie zur\u00fcck auf die Erde. Nun trat Jesus zu ihnen         und sagte: \u00bbIhr leidet; denn Satan und seine Krankheiten         martern euren Leib. Doch f\u00fcrchtet euch nicht, ihre Macht         \u00fcber euch wird bald enden. Denn Satan ist wie ein b\u00f6ser         Nachbar, der in seines abwesenden Nachbars Haus eindrang,         um ihm alle G\u00fcter wegzunehmen und in sein eigen Haus zu         schaffen. Doch jemand meldete dem Beraubten, sein Feind         tobe in seinem Hause, und er lief zur\u00fcck zu seinem Heim.         Und da der b\u00f6se Nachbar, der alles zusammengerafft         hatte, was ihm gefiel, den Herrn des Hauses von ferne         zur\u00fcckeilen sah, da wurde er sehr w\u00fctend, weil er nicht         alles wegschleppen konnte und begann nun, alles zu         zerstampfen und zu zerst\u00f6ren, damit der Nachbar auch das         nicht mehr gebrauchen k\u00f6nne, was er ihm zur\u00fccklassen         m\u00fcsse. Doch unverz\u00fcglich drang der Hausherr ein, und         ehe der b\u00f6se Nachbar sein Vorhaben ausf\u00fchren konnte,         ergriff er ihn und warf ihn aus dem Hause. Ich sage euch         wahrlich, genau so drang Satan in eure Leiber ein, die         Gottes Wohnst\u00e4tten sind. Und alles rei\u00dft er an sich,         was er zu stehlen w\u00fcnschte: euren Atem, euer Blut, eure         Knochen, euer Fleisch, eure Eingeweide, eure Augen und         eure Ohren. Doch durch euer Fasten und Beten habt ihr den         Herrn eures Leibes und seine Engel zur\u00fcckgerufen. Und         nun sieht Satan, da\u00df der wahre Herr eures Leibes         zur\u00fcckkehrt und da\u00df seine Macht nun ein Ende nimmt. Nun         sammelt er noch einmal seine Kr\u00e4fte, um euren Leib zu         zerst\u00f6ren, ehe der Herr da ist. Daher qu\u00e4lt Satan euch         so schrecklich, weil er sein Ende kommen f\u00fchlt. Doch         la\u00dft eure Herzen nicht erzittern; denn bald werden         Gottes Engel erscheinen, um ihre Wohnungen wieder zu         beziehen und sie wieder zu Tempeln Gottes zu machen. Und         sie werden Satan ergreifen und ihn samt all seinen         Krankheiten und all seinem Schmutz aus eurem Leibe         werfen. Und selig werdet ihr sein; denn der Lohn f\u00fcr         eure Standhaftigkeit wird euch zukommen, und ihr werdet         nie mehr krank werden.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und da war einer unter den Kranken, der         von Satan mehr als alle andern gemartert wurde. Und sein         Leib war ausged\u00f6rrt wie ein Skelett und seine Haut gelb         wie ein fallend Blatt. Er war bereits so schwach, da\u00df er         nicht einmal mehr kriechen konnte und rief Jesus von         ferne zu: \u00bbMeister erbarme dich meiner; denn nie noch         seit Beginn der Welt litt ein Mensch so wie ich. Ich         wei\u00df, da\u00df du wahrlich von Gott gesandt bist, und ich         wei\u00df, da\u00df du Satan unverz\u00fcglich aus meinem Leibe         treiben kannst, wenn du es willst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Die Engel Gottes gehorchen doch dem         Boten Gottes! Komm, Meister, und treibe Satan aus mir;         denn er w\u00fctet in mir und qu\u00e4lt mich furchtbar.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbSatan martert         dich so sehr, weil du bereits so viele Tage gefastet hast         und du ihm keinen Tribut mehr bezahlst. Du f\u00fctterst ihn         nicht mehr mit all den Greueln, mit denen du bisher den         Tempel deines Geistes beschmutzt hast. Du qu\u00e4lst Satan         durch Hunger, und in seinem Zorn martert er nun auch         dich. F\u00fcrchte dich nicht; denn ich sage dir, Satan wird         zerst\u00f6rt werden, ehe noch dein Leib zerst\u00f6rt sein wird;         denn w\u00e4hrend du fastest und betest, besch\u00fctzen Gottes         Engel deinen Leib, damit Satans Macht ihn nicht         zerst\u00f6ren kann. Und Satans Wut ist machtlos gegen die         Engel Gottes.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Nun kamen alle zu Jesus und flehten ihn         mit lauten Rufen an: \u00bbMeister, erbarme dich seiner; denn         er leidet mehr als wir andern alle, und wenn du Satan         etzt nicht gleich aus ihm treibst, so f\u00fcrchten wir,         unser Kamerad werde den Morgen nicht mehr erleben.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus sagte: \u00bbGro\u00df ist euer         Glaube. So sei denn euer Glaube gerechtfertigt, und bald         werdet ihr, von Angesicht zu Angesicht, Satans         schreckliche Gestalt und die Macht des Menschensohnes         sehen. Ich werde nun durch die Kraft des unschuldigen         Lammes Gottes, seines schw\u00e4chsten Gesch\u00f6pfes, den         m\u00e4chtigen Satan aus dir treiben. Denn Gottes heiliger         Geist gibt dem Schw\u00e4chsten mehr Macht als dem         St\u00e4rksten.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus molk ein Mutterschaf, das im         Grase weidete. Und er sch\u00fcttete die Milch in den Sand,         der von Sonne hei\u00df war, und sagte: \u00bbSehet, die Kraft         des Wasserengels ist schon in der Milch. Und nun wird         auch die Kraft des Sonnenengels in sie eintreten.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und da wurde die Milch hei\u00df durch die         Kraft der Sonne. \u00bbUnd nun werden sich die Engel des         Wassers mit dem Luftengel verbinden.\u00ab Und siehe, der         Dampf der hei\u00dfen Milch begann sachte in die Luft         aufzusteigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbKomm nun und atme durch deinen Mund         die Kraft der Engel des Wassers, der Sonne und der Luft         ein in deinen Leib, damit sie den Satan austreiben         k\u00f6nnen!\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und der kranke, von Satan gepeinigte         Mann atmete in tiefen Z\u00fcgen den aufsteigenden         wei\u00dflichen Dampf ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbGleich wird der Satan deinen Leib         verlassen! Denn seit drei Tagen hungert er und findet in         dir keine Nahrung mehr. Er wird nun deinen Leib         verlassen, um seinen Hunger mit der hei\u00dfen dampfenden         Milch, die er gerne mag, zu stillen. Er wird ihren Duft         riechen und dem Hunger, der ihn schon drei Tage qu\u00e4lt,         nicht widerstehen k\u00f6nnen. Doch der Menschensohn wird         seinen Leib zerst\u00f6ren, damit er niemanden mehr zu         Qu\u00e4len vermag.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Nun wurde der Leib des Kranken vom         Fieber gesch\u00fcttelt, und er reckte sich, als wollte er         sich erbrechen, konnte es aber nicht. Und er rang nach         Luft; doch sein Atem erl\u00f6schte. Und er sank in Jesu         Scho\u00df in Ohnmacht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbNun verl\u00e4\u00dft Satan seinen Leib,         schaut ihn an!\u00ab und Jesus deutete auf den offenen Mund         des Kranken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und nun sahen alle mit Staunen und         Schrecken Satan in Gestalt eines greulichen Wurmes aus         dem Munde kommen, geradewegs auf die dampfende Milch zu.         Und Jesus ergriff zwei scharfe Steine und zerquetschte         Satans Kopf und zog das ganze Ungeheuer aus dem Leibe des         Kranken, und es war fast so lang wie ein Mensch. Als der         gr\u00e4\u00dfliche Wurm die Kehle des Kranken verlassen hatte,         kam sogleich dessen Atem zur\u00fcck, und alle seine         Schmerzen waren vorbei. Und die andern starrten mit         Schrecken auf Satans greulichen Leib. \u00bbSiehe, welch         Ungetier hast du nun jahrelang in deinem Leibe getragen         und gef\u00fcttert! Nun habe ich es ausgetrieben und         get\u00f6tet, damit es dich nie mehr qu\u00e4len k\u00f6nne. Danke         Gott und seinen Engeln, da\u00df sie dich erl\u00f6st haben, und         s\u00fcndige fortan nicht mehr, damit Satan nicht wieder in         dir einkehren kann. Lasse deinen Leib von nun an einen         Tempel sein, der deinem Gotte geweiht ist.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und alle staunten ob seinen Worten und         ob seiner Macht. Und sie sagten: \u00bbMeister, du bist         wahrlich Gottes Bote und kennst alle Geheimnisse.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbUnd ihr\u00ab, antwortete Jesus, \u00bbseid         nun wahre Kinder Gottes, damit ihr an seiner Macht und         seinem Wissen aller Geheimnisse auch teilhaben k\u00f6nnt.         Denn Weisheit und Kraft k\u00f6nnen nur aus Gottes Liebe         kommen. Liebet daher euren Himmelvater und eure         Erdenmutter aus ganzem Herzen und mit ganzem Gem\u00fct. Und         dient ihnen, auf da\u00df ihre Engel euch dienen m\u00f6gen.         Weiht alle eure Taten Gott. Und gebt Satan kein Futter         mehr; denn der Tod ist der S\u00fcnde Lohn. Bei Gott aber         ruht die Vergeltung des Guten, seine Liebe, die Weisheit         und Macht des ewigen Lebens ist.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und sie alle knieten nieder, um Gott         f\u00fcr seine Liebe zu danken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus ging von ihnen, mit den         Worten: \u00bbIch werde wiederkommen, zu allen, die bis zum         siebenten Tage mit Fasten und Beten ausharren. Friede sei         mit euch.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und der kranke Mann, dem Jesus den         Teufel ausgetrieben hatte, erhob sich; denn die         Lebenskraft war in ihn zur\u00fcckgekehrt. Er atmete tief,         und seine Augen wurden klar; denn jeglicher Schmerz hatte         ihn verlassen. Und er warf sich nieder auf die Erde, da         Jesus gestanden, und k\u00fc\u00dfte seine Fu\u00dfspuren und weinte.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\"><em><strong><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a name=\"dsnt\"><span style=\"font-size: small;\"><em><strong><\/strong><\/em><\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><em><strong>Du sollst nicht t\u00f6ten!<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und am Ufer eines Flusses fasteten und         beteten viele Kranke zusammen mit Gottes Engeln sieben         Tage und sieben N\u00e4chte. Und gro\u00df war ihr Lohn, da sie         Jesu Wort folgten. Und mit dem siebenten Tage gingen alle         Schmerzen von ihnen. Und als die Sonne \u00fcber den Rand der         Erde aufstieg, sahen sie Jesus von den Bergen her zu         ihnen kommen, den Glanz der aufgehenden Sonne um sein         Haupt. \u00bbFriede sei mit euch!\u00ab Und sie sagten kein Wort,         warfen sich nur vor ihm nieder und ber\u00fchrten den Saum         seines Gewandes als Zeichen ihrer Heilung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbDankt nicht mir, dankt eurer         Erdenmutter, die euch ihre heilenden Engel gesandt hat.         Gehet nun hin und s\u00fcndigt fortan nicht mehr, damit ihr         nie mehr krank werdet. Und la\u00dft die heilenden Engel eure         Beh\u00fcter sein.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Doch sie antworteten: \u00bbWohin, Meister,         sollen wir denn gehen? Sind doch die Worte ewigen Lebens         bei dir. Sage uns, welches sind die S\u00fcnden, die wir         meiden m\u00fcssen, damit wir nie mehr krank werden?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Jesus antwortete: \u00bbSo sei es, wie euer         Glaube es will.\u00ab Und er setzte sich mitten unter sie und         belehrte sie:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbZu denen vor alter Zeit wurde gesagt:         \u00bbEhre deinen Himmelvater und deine Erdenmutter und halte         ihre Gebote, damit du lange lebest auf dieser Erde.\u00ab Und         das n\u00e4chste Gebot lautete: \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten.\u00ab         Gibt doch Gott allen das Leben, und was Gott gegeben,         soll der Mensch nicht wegnehmen. Denn ich sage euch         wahrlich, alles, was auf Erden lebt, kommt von der einen         Mutter. Wer daher t\u00f6tet, t\u00f6tet seinen Bruder. Und die         Erdenmutter wird sich von ihm abwenden und wird ihm ihre         belebenden Br\u00fcste entziehen. Und ihre Engel werden ihn         meiden, und Satan wird in seinem Leibe Wohnung beziehen.         Und das Fleisch der erschlagenen Tiere wird in seinem         Leibe zu seinem eigenen Grabe werden. Denn wahrlich sage         ich euch, wer t\u00f6tet, t\u00f6tet sich selber, und wer das         Fleisch gemordeter Tiere i\u00dft, i\u00dft vom Leibe des Todes.         Denn in seinem Blute wird jeder Tropfen ihres Blutes zu         Gift; in seinem Atem beginnt ihr Atem zu stinken; in         seinem Fleisch ihr Fleisch zu schw\u00f6ren; in seinen         Knochen ihre Knochen kreidig zu werden; in seinen         Eingeweiden ihre Eingeweide zu faulen; in seinen Augen         ihre Augen sich abzubl\u00e4ttern; aus seinen Ohren flie\u00dfen         ihre Ohren wie weiches Wachs. Und ihr Tod wird zu seinem         Tode. Denn nur im Dienste eures Himmelvaters werden eure         Schulden von sieben Jahren euch in sieben Tagen vergeben.         Satan aber erl\u00e4\u00dft euch nichts, ihm m\u00fc\u00dft ihr alles         bezahlen. \u00bbAug um Aug, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu\u00df         um Fu\u00df, Feuer um Feuer, Wunde um Wunde\u00ab; Leben um         Leben, Tod um Tod. Denn der S\u00fcnde Lohn ist der Tod.         T\u00f6tet nicht, noch e\u00dft das Fleisch eurer unschuldigen         Beute, damit ihr nicht Sklaven Satans werdet. Denn dies         bedeutet den Pfad des Leidens, und er f\u00fchrt zum Tode.         Tut vielmehr den Willen Gottes, damit seine Engel euch         auf dem Weg des Lebens dienen m\u00f6gen. Gehorchet daher den         Worten Gottes: \u00bbSiehe, ich habe euch jedes Gras auf         Erden gegeben, das da Samen tr\u00e4gt und jeden Baum, dessen         Frucht Samen birgt; sie sollen euch zur Nahrung dienen.         Und jedem Tier auf Erden und jedem Vogel in den L\u00fcften         und allem, was da auf Erden kriecht, allem, in dem der         Atem des Lebens ist, gebe ich jedes gr\u00fcne Kraut zur         Nahrung. Auch die Milch aller Wesen, die auf Erden leben         und sich bewegen, soll euch Nahrung sein; wie ihnen das         gr\u00fcne Kraut, so gebe ich euch ihre Milch. Doch Fleisch         und das Blut, das ihm<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Leben gibt, sollt ihr nicht essen. Und         sicherlich, euer pulsendes Blut werde ich fordern, euer         Blut, in dem eure Seele ist; alle erschlagenen Tiere und         die Seelen aller erschlagenen Menschen werde ich fordern.         Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein strenger und         eifriger Gott und heimsuche die S\u00fcnden der V\u00e4ter an den         Kindern bis ins dritte und vierte Geschlecht derer, die         mich hassen; und ich \u00fcbe Barmherzigkeit an Tausenden,         die mich lieben und die meine Gebote halten. Liebe den         Herrn, deinen Gott, aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele         und aus allen Kr\u00e4ften: das ist das erste und h\u00f6chste         Gebot.\u00ab Und das zweite ist ihm gleich: \u00bbLiebe deinen         N\u00e4chsten als dich selbst.\u00ab Gr\u00f6\u00dfere Gebote gibt es         keine.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und nach diesen Worten blieben alle         stumm; nur einer rief: \u00bbWas soll ich denn tun, Meister,         wenn ich im Walde ein wildes Tier meinen Bruder         zerrei\u00dfen sehe? Soll ich meinen Bruder umkommen lassen         oder das wilde Tier t\u00f6ten? Werde ich dann nicht das         Gesetz \u00fcbertreten?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbZu denen vor         alter Zeit wurde gesagt-. \u00bbAlle Tiere, die sich auf         Erden bewegen, alle Fische des Meeres und alle V\u00f6gel der         Luft sind eurer Macht \u00fcbergeben.\u00ab Ich sage euch         wahrlich, von allen Gesch\u00f6pfen, die auf Erden leben, hat         Gott nur den Menschen nach seinem Bilde geschaffen. Daher         sind die Tiere f\u00fcr den Menschen da, nicht aber der         Mensch f\u00fcr die Tiere. Daher \u00fcbertrittst du das Gesetz         nicht, wenn du das wilde Tier t\u00f6test, um deines Bruders         Leben zu retten. Denn ich sage euch wahrlich, der Mensch         ist mehr als das Tier. Wer jedoch ein Tier ohne triftigen         Grund t\u00f6tet, auch wenn es ihn nicht angreift, aus         Mordlust, oder wegen seines Fleisches, oder wegen seines         Felles, oder selbst wegen seiner Z\u00e4hne, der begeht eine         b\u00f6se Tat; denn er ist selbst zu einem wilden Tier         geworden. Daher wird sein Ende auch das eines wilden         Tieres sein.\u00ab Nun sagten andere \u00bbMoses, der gr\u00f6\u00dfte in         Israel, erlaubte unseren Vorv\u00e4tern, das Fleisch reiner         Tiere zu essen, und verbot nur das Fleisch unreiner         Tiere. Warum verbietest du uns denn das Fleisch aller         Tiere7 Welches dieser Gesetze kommt von Gott: Mose Gesetz         oder dein Gesetz?\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus antwortete: \u00bbGott gab durch         Moses euren Vorv\u00e4tern zehn Gebote. \u00bbDiese Gebote sind         hart\u00ab, sagten unsere Vorv\u00e4ter<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">und konnten sie nicht halten. Als Moses         das sah, hatte er Mitleid mit seinem Volke und wollte es         nicht umkommen lassen. Und so gab er ihnen zehn mal zehn         Gebote, weniger harte, damit sie diese zu befolgen         verm\u00f6chten. Ich sage euch wahrlich, w\u00e4ren eure         Vorv\u00e4ter f\u00e4hig gewesen, Gottes zehn Gebote zu halten,         so h\u00e4tte Moses niemals zu seinen zehn mal zehn Geboten         Zuflucht nehmen m\u00fcssen. Denn wessen F\u00fc\u00dfe stark sind         wie der Berg Zion, der bedarf keiner Kr\u00fccken; wacklige         Beine dagegen kommen mit Kr\u00fccken weiter als ohne sie.         Und Moses sagte zum Herrn: \u00bbMein Herz ist betr\u00fcbt; denn         mein Volk wird verloren sein. Sie sind ohne Erkenntnis         und k\u00f6nnen deine Gebote nicht verstehen. Sie sind wie         kleine Kinder, die ihres Vaters Worte noch nicht fassen         k\u00f6nnen. Gestatte, Herr, da\u00df ich ihnen andere Gebote         gebe, damit sie nicht umkommen. Verm\u00f6gen sie nicht, mit         dir zu sein, Herr, so la\u00df sie doch auch nicht gegen dich         sein, damit sie durchhalten k\u00f6nnen, und ist dereinst die         Zeit gekommen, da\u00df sie f\u00fcr deine Worte reif geworden         sind, so enth\u00fclle ihnen deine Gesetze.\u00ab Daher zerbrach         Moses die beiden Steintafeln, auf denen die zehn Gebote         geschrieben standen, und er gab ihnen an deren Stelle         zehn mal zehn. Und aus diesen zehn mal zehn haben die         Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er hundert mal zehn Gebote         gemacht. Und sie haben unertr\u00e4gliche Lasten auf eure         Schultern geb\u00fcrdet, und sie selber tragen sie nicht.         Denn je n\u00e4her bei Gott die Gebote sind, desto weniger         brauchen wir; und je ferner von Gott die Gebote sind,         desto mehr brauchen wir. Daher sind die Gebote der         Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten ohne Zahl; der         Menschensohn hat sieben Gesetze, die Engel haben drei,         Gott hat eines. Daher lehre ich euch nur die Gesetze, die         ihr verstehen k\u00f6nnt, damit ihr Menschen werdet und die         sieben Gebote des Menschensohnes zu befolgen verm\u00f6gt.         Dann werden auch die Engel euch eure Gesetze enth\u00fcllen,         damit Gottes heiliger Geist \u00fcber euch komme und euch zu         seinem einen Gesetz f\u00fchre.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und alle staunten ob seiner Weisheit         und fragten ihn: \u00bbMeister, fahre fort und lehre uns alle         Gebote, die wir aufnehmen k\u00f6nnen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und Jesus sprach weiter: \u00bbGott gebot         euren Vorv\u00e4tern: &gt;Du sollst nicht t\u00f6ten.( Doch ihre         Herzen waren hart, und sie t\u00f6teten. Da w\u00fcnschte Moses,         da\u00df sie zumindest keine Menschen t\u00f6ten sollten, und er         erlaubte ihnen, Tiere zu t\u00f6ten. Doch da wurden die         Herzen eurer Vorv\u00e4ter noch h\u00e4rter, und sie t\u00f6teten         Menschen ebenso wie Tiere. Ich aber sage euch: T\u00f6tet         weder Menschen noch Tiere, ja nicht einmal die Nahrung,         die ihr in euren Mund f\u00fchrt. Denn e\u00dft ihr lebende         Nahrung, so wird sie euch beleben; doch t\u00f6tet ihr eure         Nahrung, so wird die tote Nahrung auch euch t\u00f6ten. Denn         Leben kommt nur vom Leben, und vom Tod kommt immer nur         Tod. Denn alles, was eure Nahrung t\u00f6tet, t\u00f6tet auch         eure Leiber. Und alles, was eure Leiber t\u00f6tet, t\u00f6tet         auch eure Seelen. Und eure Leiber werden, was eure         Nahrung ist, gleich wie euer Geist wird, was eure         Gedanken sind. E\u00dft daher nichts, was durch Feuer, Frost         oder Wasser zerst\u00f6rt wurde. Denn erhitzte, erstarrte und         faule N\u00e4hrstoffe werden auch euren Leib erhitzen und zu         Erstarrung und F\u00e4ulnis bringen. Seid nicht wie der dumme         Bauer, der gekochte, gefrorene und gefaulte Saat in seine         \u00c4cker s\u00e4te. Und als der Herbst kam, da trugen seine         Felder nichts. Und gro\u00df war seine Not. Seid vielmehr wie         jener Bauer, der lebendige Saat in seinen Acker s\u00e4te und         dessen Acker lebendige Weizen\u00e4hren trug, hundertfach in         der Zahl der ges\u00e4ten K\u00f6rner. Denn ich sage euch         wahrlich, lebet nur durch das Feuer des Lebens und         bereitet eure Nahrung nicht mit dem Feuer des Todes, das         eure Nahrung, euren Leib und auch eure Seele t\u00f6tet.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbMeister, wo ist das Feuer des         Lebens?\u00ab fragten einige. \u00bbIn euch, in eurem Blute und         in euren Leibern.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbUnd das Feuer des Todes? \u00bbfragten         andere.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbEs ist das Feuer, das au\u00dferhalb         eures Leibes brennt und das hei\u00dfer ist als euer Blut.         Mit diesem Todesfeuer kocht ihr eure Nahrung in euren         Heimen und auf euren Feldern. Ich sage euch wahrlich, es         ist das gleiche Feuer, das eure Nahrung und eure Leiber         zerst\u00f6rt, gleich wie das Feuer der Bosheit eure Gedanken         wie auch euren Geist verw\u00fcstet. Denn euer Leib ist, was         ihr e\u00dft, und euer Geist ist, was ihr denkt. E\u00dft daher         nichts, das durch ein st\u00e4rkeres Feuer als das Feuer des         Lebens get\u00f6tet wurde. Bereitet und e\u00dft daher alle         Fr\u00fcchte der B\u00e4ume und alle Kr\u00e4uter des Feldes und alle         Milch von Tieren, soweit sie sich zur Ern\u00e4hrung eignen.         Denn sie alle werden durch das Feuer des Lebens gen\u00e4hrt         und gereift; alle sind Gaben der Engel unserer         Erdenmutter. E\u00dft dagegen nichts, dem erst das Feuer des         Todes Geschmack verleiht; denn solches ist von Satan.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbWie sollen wir denn unser t\u00e4glich         Brot ohne Feuer bereiten?\u00ab fragten einige in gro\u00dfem         Erstaunen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbLa\u00dft die Engel Gottes euer Brot         bereiten. Befeuchtet euren Weizen, damit der Wasserengel         in ihn trete. Dann setzt ihn der Luft aus, damit auch der         Luftengel ihn umarme. Und la\u00dft ihn vorn Morgen bis zum         Abend in der Sonne stehen, damit der Sonnenengel in ihn         herabsteige. Und der Segen der drei Engel wird bald den         Lebenskeim in eurem Weizen zum Sprie\u00dfen bringen.         Zerquetscht nun eure K\u00f6rner und macht d\u00fcnne Waffeln         (Obladen), wie eure Vorv\u00e4ter getan, als sie aus         \u00c4gypten, dem Hause der Knechtschaft, auszogen. Legt bei         Sonnenaufgang diese Obladen wieder in die Sonne, und wenn         sie am h\u00f6chsten steht, so wendet die Teigscheiben, damit         auch die untere Seite vom Sonnenengel umarmt werden kann.         Bei Sonnenuntergang ist euer Brot gebakken. Denn die         Engel des Wassers, der Luft und der Sonne haben den         Weizen auf dem Felde gen\u00e4hrt und gereift, und ebenso         m\u00fcssen auch sie euer Brot bereiten. Und die gleiche         Sonne, die mit dem Lebensfeuer den Weizen wachsen und         reifen machte, mu\u00df auch euer Brot mit dem gleichen Feuer         backen. Denn das Feuer der Sonne gibt dem Weizen, dem         Brot und dem Leib das Leben. Doch das Feuer des Todes         t\u00f6tet den Weizen, das Brot und den Leib. Und die         lebendigen Engel des lebendigen Gottes dienen nur         lebendigen Menschen. Denn Gott ist der Gott der Lebenden         und nicht der Gott der Toten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">So esset immer vom Tische Gottes: die         Fr\u00fcchte der B\u00e4ume, die K\u00f6rner und Kr\u00e4uter der Felder,         die Milch der Tiere und den Honig der Biene. Denn alles,         was dar\u00fcber hinausgeht, ist von Satan, und es f\u00fchrt         \u00fcber S\u00fcnden und Krankheiten zum Tode. Die Nahrung         dagegen, die ihr von der reichen Tafel Gottes e\u00dft, gibt         eurem Leibe Kraft und Jugend, und Krankheit wird euch         fern bleiben. Denn die Tafel Gottes speiste den alten         Methusalern, und ich sage euch wahrlich, lebt ihr so, wie         er lebte, so wird der Gott der Lebenden auch euch, wie         ihm, ein langes Erdenleben schenken. Denn wahrlich, ich         sage euch, der Gott der Lebenden ist reicher als die         Reichen dieser Erde, und seine \u00fcbervolle Tafel ist         reicher als die reichsten Festgelage aller Reichen dieser         Welt. E\u00dft daher all euer Leben lang am Tische unserer         Erdmutter, und nie werdet ihr Not zu leiden haben. Und         e\u00dft ihr an ihrem Tische, so e\u00dft alle Dinge so, wie sie         sich auf dem Tische der Erdmutter vorfinden. Kochet sie         nicht, noch mischt sie miteinander, damit eure Eingeweide         nicht dampfende S\u00fcmpfe werden. Denn ich sage euch         wahrlich, dies ist in den Augen des Herrn ein Greuel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und seid nicht wie der gierige Knecht,         der am Tische seines Herrn immer auch das auf a\u00df, was         den anderen geh\u00f6rte. Alles verschlang er in seiner         Uners\u00e4ttlichkeit durcheinander. Als der Herr das sah,         wurde er b\u00f6se und jagte ihn vom Tische. Als nun alle ihr         Mahl beendet hatten, mischte er alles, was auf der Tafel         \u00fcbrig geblieben war, zusammen, rief den gierigen Knecht         zu sich und sagte: \u00bbNimm und i\u00df nun alles mit den         Schweinen; denn dort ist dein Platz und nicht an meinem         Tische.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Gebt daher acht und beschmutzt den         Tempel eures Leibes nicht mit Greueln aller Art. Seid mit         zwei oder drei Speisen, die ihr auf dem Tische eurer         Erdmutter immer finden werdet, zufrieden. Und la\u00dft euch         nicht gel\u00fcsten, alles zu verschlingen, was ihr rund um         euch sehen k\u00f6nnt. Denn ich sage euch wahrlich, mischt         ihr in eurem Leibe vielerlei Speisen, so geht der Frieden         eures Leibes verloren, und ein endloser Krieg beginnt in         euch zu w\u00fcten. Und der Leib wird zerst\u00f6rt, gleich wie         Heime und Reiche sich zerst\u00f6ren, sobald sie sich         entzweien. Denn euer Gott ist der Gott des Friedens, und         nie hilft er bei Entzweiungen. Weckt daher nie den Zorn         Gottes gegen euch, damit er euch nie von seinem Tische         jage und ihr gezwungen seid, an Satans Tisch zu gehen, wo         das Feuer der S\u00fcnden, der Krankheiten und des Todes         euren Leib verderben wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und wenn ihr e\u00dft, so f\u00fcllt euch nie         ganz. Flieht Satans Versuchungen und lauscht der Stimme         von Gottes Engeln. Denn Satan und seine Macht verlocken         euch, immer mehr zu essen. Lebet daher im Geiste und         widerstehet den Begierden des Leibes. Und immer erfreut         euer Fasten die Engel Gottes. So gebt acht, wie viel ihr         e\u00dft, bis ihr ganz satt seid, und dann e\u00dft immer ein         Drittel weniger. Das Gewicht eurer t\u00e4glichen Nahrung sei         nicht weniger als ein Mina, soll jedoch nicht \u00fcber zwei         Mina gehen. Dann werden euch die Engel Gottes immer         dienen, und ihr werdet nie in die Knechtschaft des Satans         und seiner Krankheiten fallen. St\u00f6rt das Werk der Engel         in eurem Leibe nicht durch h\u00e4ufiges Essen. Denn ich sage         euch wahrlich, wer mehr als zweimal t\u00e4glich i\u00dft, dient         Satans Werk. Und die Engel Gottes verlassen seinen Leib,         und bald wird Satan von ihm Besitz ergreifen. E\u00dft nur,         wenn die Sonne am h\u00f6chsten steht und dann wieder, wenn         sie untergegangen ist. Und nie werdet ihr krank werden;         denn solches Tun ist Gott wohlgef\u00e4llig. E\u00dft nur, wenn         die Tafel Gottes vor euch bereitet ist, und e\u00dft nur, was         ihr auf ihr findet. Denn ich sage euch wahrlich, Gott         wei\u00df, was euer Leib braucht und wann er es braucht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Von Beginn des Monat Jiar an e\u00dft         Gerste, vom Monat Sivan an e\u00dft Weizen, die Frucht des         vollkommensten aller samentragenden Gr\u00e4ser. Und la\u00dft         euer t\u00e4glich Brot aus Weizen bestehen, damit der Herr         sich eures Leibes annimmt. Von Tammuz an e\u00dft die saure         Weintraube, damit euer Leib abnehme und Satan aus ihm         entweiche. Im Monat Elul sammelt die Trauben und trinkt         ihren Saft. Sammelt im Monat Marcheshvan die s\u00fc\u00dfe         Weintrauben ges\u00fc\u00dft und getrocknet durch den         Sonnenengel, damit sie euren Leib wieder zunehmen mache;         denn die Engel des Herrn wohnen in ihm. E\u00dft in den         Monaten Ab und Shebat saftige Feigen, und was \u00fcbrig         bleibt, la\u00dft den Sonnenengel f\u00fcr euch haltbar machen.         E\u00dft sie mit dem Kern der Mandeln in all den Monaten, da         die B\u00e4ume keine Fr\u00fcchte tragen. Im Monat Theber e\u00dft         die Kr\u00e4uter, die nach der Regenzeit kommen, damit euer         Blut von all euren S\u00fcnden reingewaschen werde. Und im         gleichen Monat beginnt auch die Milch eurer Tiere zu         trinken; denn der Herr gab die Kr\u00e4uter und Gr\u00e4ser der         Felder allen milchgebenden Tieren, damit ihre Milch den         Menschen n\u00e4hre. Denn ich sage euch wahrlich, selig sind         jene, die nur am Tische Gottes essen und alle Greuel         Satans meiden. E\u00dft keine unreinen Speisen, die aus         fernen L\u00e4ndern kommen, sondern e\u00dft die Fr\u00fcchte eurer         B\u00e4ume. Denn euer Gott wei\u00df wohl, was ihr braucht und         von wo und wann. Und er gibt allen V\u00f6lkern aller Reiche         als Nahrung, was f\u00fcr sie am besten ist. E\u00dft nicht wie         die Wilden, die in Hast sich vollstopfen und ihren Leib         mit Greueln aller Art beschmutzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Denn die Kraft der Engel Gottes tritt         mit der lebendigen Nahrung, die euch der Herr von seinem         k\u00f6niglichen Tische reicht, in euch. Und wenn ihr e\u00dft,         so habt \u00fcber euch den Luftengel und unter euch den         Wasserengel. Atmet w\u00e4hrend des ganzen Mahles lang und         tief, damit der Luftengel es segnen m\u00f6ge. Und kauet die         Speise gut mit euren Z\u00e4hnen, damit sie zu Wasser werde         und der Wasserengel sie in eurem Leibe in Blut verwandeln         kann. Und e\u00dft langsam, als w\u00e4re es ein Gebet zu Gott.         Denn ich sage euch wahrlich, wer in dieser Art an Gottes         Tafel i\u00dft, in den tritt Gottes Kraft ein. Satan dagegen         wandelt den Leib in einen dampfenden Sumpf, den die Engel         der Luft und des Wassers meiden. Und diese Menschen         duldet der Herr nicht mehr an seinem Tische. Denn die         Tafel des Herrn ist ein Altar, und wer dort i\u00dft,         befindet sich in einem Tempel. Denn ich sage euch         wahrlich, in einen Tempel wird der Leib der         Menschenkinder verwandelt und ihr Inneres in einen Altar,         wenn sie Gottes Gebote halten. Setzt daher nichts auf den         Altar des Herrn, wenn euer Geist sich \u00e4rgert oder plagt,         noch denkt im Tempel Gottes an jemanden im Zorn. Und         betretet das Heiligtum des Herrn nur, wenn ihr in euch         den Ruf der Engel f\u00fchlt; denn alles, was ihr in Sorge         oder in Zorn, oder ohne Verlangen e\u00dft, wird in eurem         Leib zu Gift. Denn Satans Atem beschmutzt all dies. Legt         eure Gaben freudig auf den Altar eures Leibes und weist         alle b\u00f6sen Gedanken von euch, wenn ihr die Kraft Gottes         von seinem Tische in euch aufnehmt. Und nie setzt euch         zum Essen, wenn nicht der Hungerengel euch ruft<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Freuet euch daher immer mit Gottes         Engeln an ihrer k\u00f6niglichen Tafel; denn dies ist dem         Herrn wohlgef\u00e4llig. Und euer Leben auf dieser Erde wird         lange w\u00e4hren; denn der edelste aller Diener Gottes wird         euch alle Tage dienen: der Engel der Freude.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und verge\u00dft nicht, da\u00df jeder siebente         Tag heilig und gottgeweiht ist. An sechs Tagen n\u00e4hrt         euren Leib mit den t-aben der Erdmutter; doch am         siebenten Tage weiht euren Leib eurem Himmelvater. Und am         siebenten Tage e\u00dft keine irdische Speise, sondern lebt         allein von den Worten Gottes. Verbringt den ganzen Tag         mit den Engeln des Herrn im Reiche des Himmelvaters. Und         am siebenten Tage la\u00dft die Engel Gottes in eurem Leibe         das Himmelreich bauen, wie ihr sechs Tage im Reiche der         Erdmutter arbeitet. Und la\u00dft keine Nahrung am siebenten         Tage das Werk der Engel in eurem Leibe st\u00f6ren. Und Gott         wird euch auf Erden ein langes Leben geben, damit ihr im         Himmelreich das ewige Leben erlanget. Denn ich sage euch         wahrlich, seht ihr auf Erden keine Krankheiten mehr, so         werdet ihr auf ewig im Reiche der Himmel leben.Und Gott         wird euch jeden Morgen den Sonnenengel senden, um euch         aus dem Schlafe zu wecken. Gehorchet daher dem Zeichen         eures Himmelvaters und bleibt nicht m\u00fcssig liegen, denn         schon warten im Freien die Engel der Luft und des Wassers         auf euch. Und arbeitet den ganzen Tag zusammen mit den         Engeln der Erdmutter, damit ihr sie und ihre Werke immer         besser kennenlernt. Doch wenn die Sonne untergegangen ist         und euch euer Himmelvater seinen k\u00f6stlichsten Engel         schickt, den Schlaf, dann legt euch hin und verweilt die         ganze Nacht bei ihm. Und dann wird euer Himmelvater euch         seine unbekannten Engel schicken, damit sie die liebe         lange Nacht bei euch verbringen. Und sie werden euch         vieles aus dem Reiche Gottes lehren, gleich wie die Engel         der Erdmutter euch ins irdische Reich einf\u00fchren. Denn         ich sage euch wahrlich, so ihr die Gebote des         Himmelvaters haltet, werdet ihr jede Nacht G\u00e4ste in         seinem Reiche sein. Wenn ihr am Morgen erwacht, so werdet         ihr in euch die Kraft der unbekannten Engel sp\u00fcren. Und         euer Himmelvater wird sie euch jede Nacht senden, damit         sie euren Geist aufbauen, gleich wie jeden Tag die         Erdmutter euch ihre Engel schickt, damit sie euren Leib         aufbauen.Denn ich sage euch wahrlich, h\u00e4lt euch         tags\u00fcber die Erdmutter in ihren Armen, und k\u00fc\u00dft euch         in der Nacht der Atem des Himmelvaters, dann werden die         Menschenkinder Gotteskinder werden.Wehret Tag und Nacht         Satans Versuchungen ab. Wachet nicht in der Nacht, noch         schlaft am Tage, da sonst die Engel Gottes euch         verlassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">La\u00dft euch nicht ber\u00fccken von Satans         Getr\u00e4nken und R\u00e4uchereien, die euch nachts wachen und         tags schlafen machen. Denn ich sage euch wahrlich, Satans         Tr\u00fcnke und R\u00e4uche sind Greuel in den Augen eures         Gottes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Treibt nicht Hurerei, weder bei Nacht         noch bei Tage; denn wer hurt, ist wie ein Baum, aus         dessen Stamm der Lebenssaft ausrinnt. Und dieser Baum         wird vor seiner Zeit verdorren, und nie wird er Frucht         tragen. La\u00dft daher das Huren, damit nicht Satan euren         Leib austrockne und der Herr euren Samen unfruchtbar         mache.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Meidet alles, was zu hei\u00df-und zu kalt         ist. Denn es ist der Wille eurer Erdmutter, da\u00df weder         Hitze noch K\u00e4lte euren Leib sch\u00e4digen sollen. Und wenn         ihr die Gebote der Erdmutter haltet, und euer Leib wird         zu hei\u00df, dann wird sie euch den Engel der K\u00fchle senden,         damit er euch k\u00fchle. Und wird der Leib zu kalt, so wird         der Engel der Hitze ihn wieder w\u00e4rmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Folgt dem Beispiel all der Engel des         Himmelvaters und der Erdmutter, die Tag und Nacht, ohne         Unterbruch, an den Reichen der Himmel und der Erde         arbeiten. Empfanget daher auch in euch selber den         st\u00e4rksten der Engel Gottes, den Tatengel, und arbeitet         mit ihm zusammen am Reiche Gottes. Folgt dem Beispiel des         flie\u00dfenden Wassers, des wehenden Windes, der auf- und         untergehenden Sonne, der wachsenden Pflanzen und B\u00e4ume,         der laufenden und fr\u00f6hlich h\u00fcpfenden Tiere, des         schwindenden und wachsenden Mondes, der Sterne, wie sie         kommen und gehen: alle bewegen sich und erf\u00fcllen ihr         Tage- und Nachtwerk. Denn alles, was lebt, bewegt sich,         und nur das Tote ruht. Und Gott ist der Gott des Lebens         und Satan der des Todes. Dienet daher dem lebendigen         Gott, damit die ewige Bewegung des Lebens euch erhalte         und damit ihr der ewigen Ruhe des Todes nicht verfallet.         Schaffet daher ohne Unterla\u00df am Reiche Gottes, damit ihr         nicht in Satans Reich versto\u00dfen werdet. Denn im         lebendigen Reiche Gottes str\u00f6mt ewige Freude; doch         dumpfe Sorge verfinstert Satans Todesreich. Seid daher         wahre Kinder eurer Erdmutter und eures Himmelvaters,         damit ihr nicht als Sklaven Satan verfallet. Und eure         Erdmutter und euer Himmelvater werden euch ihre Engel         senden, euch zu belehren, euch zu lieben und euch zu         dienen. Und ihre Engel werden die Gesetze Gottes in euren         Kopf schreiben, in euer Herz, in eure H\u00e4nde, damit ihr         sie kennt, f\u00fchlt und erf\u00fcllt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und betet jeden Tag zu eurem         Himmelvater und zu eurer Erdmutter, damit eure Seele so         vollkommen werde wie eures Himmelvaters heiliger Geist         und euer Leib so vollkommen wie der Leib eurer Erdmutter.         Denn wenn ihr die Gebote versteht, f\u00fchlt und erf\u00fcllt,         dann wird alles, was ihr von eurem Himmelvater und von         eurer Erdmutter erbittet, euch gegeben. Denn die         Weisheit, Liebe und Kraft Gottes stehen \u00fcber allem.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Betet daher zu eurem Himmelvater:         \u00bbUnser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt sei dein         Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie         im Himmel. Gib uns heute unser t\u00e4glich Brot. Und vergib         uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsem         Schuldnem. Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung, sondern         erl\u00f6se uns von dem \u00dcbel. Denn dein ist das Reich und         die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und ebenso betet zu eurer Erdmutter:         \u00bbUnsere Mutter, die du bist auf Erden, geheiligt sei         dein Name. Dein Reich komme, und dein Wille geschehe in         uns, wie in dir. Da du jeden Tag deine Engel aussendest,         so sende sie auch zu uns. Vergib uns unsere S\u00fcnden, wie         wir alle unsere S\u00fcnden gegen dich s\u00fchnen. Und f\u00fchre         uns nicht in Krankheit, sondern erl\u00f6se uns von allem         \u00dcbel. Denn dein ist die Erde, der Leib und die         Gesundheit. Amen.\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und alle beteten zusammen mit Jesus zum         Himmelvater und zur Erdenmutter.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und danach sprach Jesus zu ihnen:         \u00bbSind eure Leiber durch die Engel der Erdmutter         wiedergeboren, so kann euch euer Geist durch die Engel         des Himmelvaters wieder geboren werden. Werdet daher         wahre Kinder eures Vaters und eurer Mutter und wahre         Geschwister der Menschenkinder. Bis jetzt lagt ihr im         Streite mit eurem Vater, mit eurer Mutter und mit euren         Geschwistern. Und ihr habt Satan gedient. Lebt nun von         heute an in Frieden mit eurem Himmelvater, mit eurer         Erdenmutter und mit euren Geschwistern, den         Menschenkindern. Und k\u00e4mpfet nur gegen Satan, damit er         euch nicht euren Frieden raube. Ich gebe eurem Leib den         Frieden eurer Erdmutter und eurem Geist den Frieden eures         Himmelvaters. Und la\u00dft den Frieden beider auch unter den         Menschenkindern regieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Kommet her zu mir alle, die ihr m\u00fcde         seid und die ihr Hader und Pein erleidet! Denn mein         Friede wird euch st\u00e4rken und tr\u00f6sten. Denn mein Friede         ist \u00fcberstr\u00f6mend voller Freude. Daher begr\u00fc\u00dfe ich         euch stets mit den Worten: \u00bbFriede sei mit euch!\u00ab         Begr\u00fc\u00dfet auch ihr daher einander in dieser Art, damit         auf euren Leib der Frieden der Erdmutter, auf eurem Geist         der Frieden des Himmelvaters sich senken m\u00f6gen. Und dann         werdet ihr auch unter euch Frieden finden; denn das Reich         Gottes ist in euch. Kehret nun zur\u00fcck zu euren Br\u00fcdern,         mit denen ihr bisher im Streite gelebt habt, und bringt         auch ihnen euren Frieden. Denn selig sind, die um Frieden         ringen; denn sie werden den Frieden Gottes finden. Gehet         hin und s\u00fcndiget fortan nicht mehr. Und gebt jedem euren         Frieden, gleich wie ich euch meinen Frieden gegeben habe.         Denn mein Friede ist von Gott. Friede sei mit euchl\u00ab<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und er ging von ihnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">Und sein Friede senkte sich auf sie;         und in ihre Herzen der Liebesengel, in ihrem Haupte die         Weisheit des Gesetzes, und in ihre H\u00e4nde die Kraft der         Wiedergeburt; so zogen sie hin zu den Menschenkindem, um         allen, die in Finsternis sich stritten, das Licht des         Friedens zu bringen. Und sie gingen auseinander mit dem         Worte:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">\u00bbFriede sei mit euch!\u00ab<\/span><\/p>\n<p>Ich danke <a href=\"http:\/\/www.dieter-weber.de\/\">Dieter Weber<\/a>, auf dessen Seite ich diesen Text gefunden habe!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedensevangelium (nach Johannes): Die Engel der Mutter Der verlorene Sohn Du sollst nicht t\u00f6ten! Die Engel der Mutter Und viele Kranke und Verst\u00fcmmelte kamen zu Jesus und fragten ihn: \u00bbWenn du alles wei\u00dft, so sage uns, warum haben wir unter diesen schmerzhaften Plagen zu leiden? Warum sind wir nicht wie andere Menschen? 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