{"id":100,"date":"2008-08-12T12:09:44","date_gmt":"2008-08-12T10:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ener-gie.de\/?p=100"},"modified":"2008-09-24T20:02:41","modified_gmt":"2008-09-24T18:02:41","slug":"die-perfekte-nahrungsergaenzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ener-gie.de\/?p=100","title":{"rendered":"Die perfekte Nahrungserg\u00e4nzung&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wildkr\u00e4uter<br \/>\nAus Rasen und Beet auf den Teller (<a href=\"http:\/\/www.initiative.cc\/Artikel\/2008_05_23%20Wilkraeuter.htm\" target=\"_blank\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<p>Die oft als &#8222;Unkr\u00e4uter&#8220; bezeichneten Wildkr\u00e4uter und Pflanzen sind eigentlich die vollkommensten und wirksamsten Nahrungserg\u00e4nzungsmittel &#8211; oder besser gesagt ein wahres Lebensmittel dar. Und au\u00dferdem wachsen diese gratis vor ihrer Haust\u00fcre, Balkon oder Garten.<\/p>\n<p><!--more-->Die &#8222;Naturapotheke&#8220; vor Ihrer Haust\u00fcr<br \/>\nEs ist wieder so weit: Fr\u00fchling l\u00e4sst sein blaues Band\u2026 Aber auch die gr\u00fcnen Sch\u00e4tzchen lassen nicht auf sich warten! Die ersten Brennnessel-Winzlinge lugen frech aus der Laubdecke, in der Hoffnung, dass man ihnen kein (Brenn-)H\u00e4rchen kr\u00fcmme, der Giersch, ungeliebtestes &#8222;Unkraut&#8220; hat sich wieder mal allen Ausrottungsbestrebungen widersetzt, erste harmlos wirkende Hopfentriebe lassen noch nicht auf die verschlungenen Wege schlie\u00dfen, die sie \u00fcber alle Nachbarz\u00e4une hinweg gehen, sobald sie der Pubert\u00e4t entwachsen sind. Und die L\u00f6wenzahnstauden im Rasen? Hatte man sie nicht sorgsam ausgestochen, um die uni-gr\u00fcne Ordnung nicht mit den unberechenbaren gelben Farbtupfern zu zerst\u00f6ren?<\/p>\n<p>Bevor Sie nun erneut Kampfpl\u00e4ne schmieden, m\u00f6chte ich Ihnen das vollkommenste und wirksamste Nahrungserg\u00e4nzungsmittel &#8211; oder eher ein wahres Lebensmittel &#8211; vorstellen, das au\u00dferdem auch noch gratis vor Ihrer Haust\u00fcr w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Ja, Sie lesen richtig: Das Arsenal einer ganzen Apotheke an Multivitaminen, Mineral- und Arzneistoffen verbirgt sich in Ihrem Garten, auf der Wiese, im Gem\u00fcsebeet, zwischen den Str\u00e4uchern: Ungeliebt, bis aufs (Rasenm\u00e4her-)Messer bek\u00e4mpft, Unkraut geschimpft: Nennen wir sie doch liebevoll &#8222;Wildkr\u00e4uter&#8220;!<\/p>\n<p>Die verkannten Vitaminbomben<br \/>\nSchauen wir uns doch mal die &#8222;Sonnenseite&#8220; von L\u00f6wenzahn, Brennnessel, Giersch &amp; Co. an:<br \/>\nGr\u00fcnkr\u00e4uter in ihrer Vielfalt enthalten alle dem menschlichen Organismus dienlichen Vitalstoffe, n\u00e4mlich s\u00e4mtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Aminos\u00e4uren, das so wertvolle Chlorophyll sowie Ballaststoffe in perfekter Ausgewogenheit.<br \/>\nChlorophyll, das Blattgr\u00fcn, ist dem H\u00e4moglobin unseres Blutes sehr \u00e4hnlich. Es hat stark entgiftende und vitalisierende Wirkung und versorgt unsere Zellen mit einer Extraportion Sauerstoff. Au\u00dferdem wirkt es jeder (unangenehmen) Art von K\u00f6rpergeruch entgegen.Die Faserstoffe &#8222;fegen&#8220; den Darm regelrecht, binden Toxine und Entz\u00fcndungsstoffe und wirken so Darmerkrankungen entgegen.<br \/>\nWildpflanzen sind durch den hohen Mineralstoffgehalt stark basisch und damit ein ideales Mittel, um den K\u00f6rper zu ents\u00e4uern, zu entgiften und zu entschlacken.<br \/>\nWildkr\u00e4uterkost unterst\u00fctzt gew\u00fcnschten Gewichtsabbau sehr wirksam. Mehrmals t\u00e4glich genossen, verhindern sie Hei\u00dfhungergef\u00fchle und besonders &#8222;S\u00fc\u00dfhunger&#8220;. Durch die Bitterstoffe werden die Verdauungss\u00e4fte gef\u00f6rdert, der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und der Blutzuckerspiegel reguliert.<\/p>\n<p>Die Konzentration der Vitalstoffe in Wildpflanzen ist so hoch, dass wir uns bei regelm\u00e4\u00dfigem Verzehr keine Gedanken \u00fcber irgendwelche M\u00e4ngel machen m\u00fcssen (siehe Tabelle).<br \/>\nWildkr\u00e4uter enthalten viel resorbierbares Kalzium und hochwertiges, f\u00fcr den menschlichen Organismus r\u00fcckstandslos verwertbares Eiwei\u00df (im Gegensatz zu tierischem Eiwei\u00df).<br \/>\nWildpflanzen sind ein Lebenselixier erster G\u00fcte, denn sie enthalten feinstoffliche Energiefelder (Biophotonen \/ Lichtteilchen) und haben somit eine direkte energetisierende und formbildende Wirkung auf den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Fast alle Wildpflanzen sind auch &#8222;Heilkr\u00e4uter&#8220;, und Sie machen sich deren jeweiliges Heilprinzip zunutze, in vorbeugender oder auch heilender Weise.<br \/>\nWir k\u00f6nnen sie stets frisch und jung ernten.<br \/>\nWildpflanzen wachsen ohne chemische Keule auf, vorausgesetzt, Sie sammeln an einem unbelasteten Ort.<\/p>\n<p>Vergleich Wildpflanzen und Kulturpflanzen<\/p>\n<p>Erkenne: \u00dcberlegenheit der Wildpflanzen bei Magnesium: 3-fach, bei Eisen: 10-fach! \u00c4hnliches trifft f\u00fcr den Kalziumgehalt zu.<\/p>\n<p>Man staune: \u00dcberlegenheit der Wildpflanzen 23-fach!<br \/>\n(Quelle: FRANKE, W., Institut f\u00fcr Landwirtschaftliche Botanik der Universit\u00e4t Bonn, Ern\u00e4hrungswiss. Umschau 28.6.1981)<\/p>\n<p>Hinweise f\u00fcr das Sammeln von Wildkr\u00e4utern<br \/>\nSammeln Sie nur an unbelasteten Standorten (eigener Garten, Wiesen abseits von Stra\u00dfen).<br \/>\nPfl\u00fccken Sie nur junge, zarte, hellgr\u00fcne Pflanzenteile bzw. die oberen Triebe (z. B. bei Brennnessel), damit die Pflanze sich regenerieren kann und Sie \u00fcber die ganze Vegetationsperiode &#8222;junges Gem\u00fcse&#8220; haben.<br \/>\nKosten Sie und ersp\u00fcren Sie, von welchen Pflanzen Sie viel, von welchen wenig nehmen sollten. Bei mir z.B. bilden neutral schmeckende und in gro\u00dfen Mengen vorkommende Kr\u00e4uter wie L\u00f6wenzahn, Brennnessel und Giersch den &#8222;Grundstock&#8220;.<br \/>\nSammeln Sie nur Pflanzen, die Sie gut kennen und sicher identifiziert haben. Besorgen Sie sich ein gutes Wildpflanzenbuch.<br \/>\nWaschen Sie die Wildkr\u00e4uter gut, und verbrauchen Sie diese m\u00f6glichst gleich oder lagern Sie sie kurzzeitig im K\u00fchlschrank. Einfrieren ist m\u00f6glich, wenn auch nicht optimal.<br \/>\nEssen Sie die Wildkr\u00e4uter m\u00f6glichst roh und streuen Sie diese erst zum Schluss auf warme Speisen (nicht unterr\u00fchren). Brennnesselsuppe hat zwar &#8222;Tradition&#8220;, aber kaum noch Kraft, deshalb wenigstens einen Teil der Kr\u00e4uter roh zusetzen.<br \/>\nBeginnen Sie mit kleinen Mengen, um sich an den leicht bitteren (aber verdauungsf\u00f6rdernden) Geschmack zu gew\u00f6hnen. Schneiden Sie die Kr\u00e4uter anfangs sehr klein und streuen Sie sie \u00fcber Ihre Gerichte, Salate, in den Quark, aufs Brot&#8230;.<br \/>\nRichten Sie sp\u00e4ter ganze Salate damit (verzichten Sie daf\u00fcr auf Kopfsalat), indem Sie die Gr\u00fcnkr\u00e4uter nur grob zerschneiden und mit Gem\u00fcse oder Obst Ihrer Wahl kombinieren.<br \/>\nF\u00fcgen Sie Wildsalaten einen kleingeschnittenen Apfel oder einige Rosinen oder Bananenst\u00fccke hinzu, das nimmt die leichte Bitterkeit.<br \/>\nErfinden Sie eine leckere Salatcreme mit Nuss-, Mandel- oder Sesammus, Zitrone, Joghurt o.\u00e4.<br \/>\nWenn Sie N\u00fcsse, Mandeln, Sonnenblumen- oder K\u00fcrbiskerne hinzuf\u00fcgen, erhalten Sie eine mehr als vollwertige Mahlzeit.<br \/>\n&#8211; Sollten Sie aufgrund von Vers\u00e4uerung Obst nicht gut vertragen, essen Sie etwas Wildkraut dazu &#8211; das neutralisiert durch den hohen Mineralstoffgehalt. Trotz des S\u00e4uregehalts wird Obst im gesunden Organismus normalerweise basisch verstoffwechselt.<br \/>\nNaschen Sie auch Bl\u00fcten, und dekorieren Sie Ihre Speisen damit! Sie f\u00fchren sich damit neben der Lichtenergie auch noch die Information der &#8222;Sch\u00f6nheit&#8220; zu: Nicht umsonst sagt man, dass das Essen von Bl\u00fcten sch\u00f6n macht.<br \/>\nSammeln Sie f\u00fcr Heilkr\u00e4utertees, so d\u00fcrfen die Kr\u00e4uter vor dem Trocknen nicht gewaschen werden, d. h. sammeln Sie an sauberen Standorten und nicht in Erdn\u00e4he.<\/p>\n<p>Gesundheit durch &#8222;Unkr\u00e4uter&#8220;<br \/>\nBrennnessel (Urtica dioica):<br \/>\nZu Unrecht gef\u00fcrchtet: Die Brennnessel wirkt blutreinigend, entw\u00e4ssernd, putzt den gesamten Verdauungstrakt durch, aktiviert die Abwehrkr\u00e4fte, beruhigt die Nerven. Sie ist sehr siliziumhaltig, blutreinigend, entschlackend, st\u00e4rkt Haut und Knochen, reich an Eisen, Vitamin C, A und K, wirkt lt. neueren Studien sehr gut gegen Rheuma und Gicht sowie gegen Arthrose. Nur ganz jung ernten, die Brennhaare brechen ab, wenn man sie zwischen den Fingern oder beim Schneiden zerdr\u00fcckt.<br \/>\nGiersch\/Gei\u00dffu\u00df (Aegopodium podagraria):<br \/>\nDie zarten, sich gerade entfaltenden Bl\u00e4tter schmecken sehr w\u00fcrzig, man kann sie in gr\u00f6\u00dferer Menge verzehren. Sie enthalten viele Mineralien, sehr viel Beta-Karotin und wirken &#8211; wie ihr lateinischer Name verr\u00e4t &#8211; gegen Gicht (Podagra) und Rheuma, weil sie sehr viel Basen liefern und S\u00e4uren \u2013 wie Harns\u00e4ure &#8211; ausleiten k\u00f6nnen.<br \/>\nL\u00f6wenzahn (Taraxacum officinale):<br \/>\nwirkt aufgrund seiner Bitterstoffe besonders heilsam auf Leber und Nieren, ist blutreinigend (zur Fr\u00fchjahrskur t\u00e4glich 5 &#8211; 10 Stengel kauen!), ist n\u00fctzlich bei Rheuma und Gicht, Hautkrankheiten, Fettsucht, Gallensteinen, Knorpeldegeneration. Das Kraut ist reich an Vitamin C und vielen Mineralien. Junge Bl\u00e4ttchen verwenden, aber auch die Bl\u00fctenbl\u00e4tter.<br \/>\nHopfensprossen (Humulus lupulus):<br \/>\nJunge Hopfensprossen schmecken sehr angenehm und knackig, fast spargel\u00e4hnlich. Sie wirken gegen Leberstau, Gicht und Rheuma, Nervenunruhe und Depression, dies vielleicht aufgrund ihres Gehaltes an Cholin (Lezithin). Hopfen hat auch eine leichte phyto\u00f6strogene Wirkung und lindert Beschwerden der Wechseljahre.<br \/>\nSchafgarbe (Achillea millefolium):<br \/>\nDie ganz kleinen zarten Bl\u00e4ttchen schmecken sehr w\u00fcrzig und enthalten viele heilsame Stoffe f\u00fcr die Atemwege, f\u00fcr Magen, Darm und Herz. Sie ist ein erstklassiges Heilmittel f\u00fcr alle Frauenleiden.<br \/>\nNoch weitere essbare &#8222;gr\u00fcne Sch\u00e4tze&#8220;:<br \/>\nWilde M\u00f6hre, Ackerschachtelhalm (ganz zarte Triebe), Sauerampfer, Sauerklee, Spitzwegerich, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Fenchel, G\u00e4nsefingerkraut, Gundermann, Weidenr\u00f6schen, Vogelmiere, Franzosenkraut, Melde, Schl\u00fcsselblume, Veilchen, Maiaustrieb von Fichten und L\u00e4rchen, Lindenbl\u00fcten und -bl\u00e4tter, Holunderbl\u00fcten und -triebe, Scharbockskraut (vor der Bl\u00fcte), Wiesenbocksbart, Brunnenkresse, B\u00e4rlauch, Knoblauchrauke, Nachtkerze<br \/>\nImmer nur ganz junge Triebe\/Bl\u00e4ttchen und nicht zuviel von einer Sorte!<\/p>\n<p>Und hier noch ein paar Rezeptanregungen<br \/>\nWildkr\u00e4utersalat I<br \/>\nJunge, zarte Wildkr\u00e4uter (gr\u00f6\u00dfere Menge), Gew\u00fcrzkr\u00e4uter (kleinere Menge) und einige essbare Bl\u00fcten im Garten sammeln, waschen, grob schneiden. In einer Sch\u00fcssel mit Apfel- oder Bananenst\u00fcckchen oder einigen Rosinen vermischen, mit Zitrone, etwas Honig und gutem \u00d6l (Oliven\u00f6l, Lein-, Raps-, Weizenkeim\u00f6l) oder Nussmus anmachen. Sonnenblumenkerne oder N\u00fcsse \/ Mandeln dazu.<br \/>\nWildkr\u00e4utersalat II<br \/>\nWildkr\u00e4uter vorbereiten wie oben und mit kleingeschnittenem Gem\u00fcse kombinieren (Tomate \/ Gurke \/ Zucchini oder Wurzelgem\u00fcse, Zuckerschoten o.a.) mit Salatdressing oder Avocado-Salatcreme anrichten.<br \/>\nSalatdressing &#8211; (den besten Salat kann man mit einem Supermarkt-Dressing erschlagen!)<br \/>\nZitronensaft oder Balsamico-Essig, Oliven\u00f6l, Shoyu oder Tamari, etwas Wasser und ev. Gew\u00fcrze versch\u00fctteln.<br \/>\nGr\u00fcner Sch\u00f6nheits-Trunk &#8211; statt Abendbrot, f\u00fcr einen regelrechten &#8222;Verj\u00fcngungsschlaf&#8220; oder als &#8222;Morgenstarter&#8220;<br \/>\nMilch\/Sojamilch\/Ziegenmilch oder Joghurt\/Kefir, Banane und viel Wildkr\u00e4uter cremig mixen. Variationen: etwas Honig, Pollen, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mandelmus, Lein- oder Weizenkeim\u00f6l o. \u00e4. mitmixen. Langsam l\u00f6ffeln (kauen!).<br \/>\nSchlaf-Trunk hilft, das schlaff\u00f6rdernde Hormon Melatonin zu bilden<br \/>\n1 Tasse Milch\/Joghurt, 1 Banane, 2 Datteln oder 1 Tl Honig, gemahlener Mohn, einige beruhigende Kr\u00e4uter wie Melisse, Borretsch, Lavendel, Pfefferminze, Hopfensprossen mixen.<br \/>\nWildkr\u00e4uter-Spinat<br \/>\nEine gro\u00dfe Menge Wildkr\u00e4uter (bes. Brennnessel und Giersch) waschen und blanchieren (kurz in hei\u00dfes Wasser) oder d\u00e4mpfen, dann im Mixer oder mit P\u00fcrierstab p\u00fcrieren. Zwiebeln in Oliven\u00f6l glasig d\u00fcnsten, evtl. etwas Vollkornmehl-Schwitze machen und gr\u00fcne Masse dazugeben, mit saurer Sahne, Salz und Muskat abschmecken. Zu Kartoffeln oder Vollkorn-Nudeln.<br \/>\nWildkr\u00e4uter-Pesto Multivitamine zum W\u00fcrzen, f\u00fcr Pasta oder auf Brot<br \/>\nVerschiedene Wildkr\u00e4uter, z.B. Giersch, Brennnessel, viel Knoblauchrauke ganz fein mit etwas Meersalz oder Shoyu und gutem Oliven\u00f6l p\u00fcrieren (evtl. Knoblauch oder andere w\u00fcrzige K\u00fcchenkr\u00e4uter und Sonnenblumenkerne mitp\u00fcrieren). In ein Glas f\u00fcllen, mit Oliven\u00f6l bedecken, ab in den K\u00fchlschrank und rasch verbrauchen.<br \/>\nWildkr\u00e4uter-Quark<br \/>\nMagerquark mit Salz, frischem Lein\u00f6l und viel grob geschnittenen Wildkr\u00e4utern vermischen, zu Pellkartoffeln oder Vollkornbrot.<\/p>\n<p>Noch ein kleiner Exkurs in &#8222;Nahrhafte Landschaften&#8220; fr\u00fcherer Jahrhunderte<br \/>\nIn vielen Gegenden Deutschlands, \u00d6sterreichs und der Schweiz wurden noch bis in die Nachkriegsjahre hinein die in den jeweiligen Landstrichen nat\u00fcrlich wachsenden Pflanzen f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung genutzt. So wurde in den rauen Lagen der Alpen, in denen wenig Obst- und Gem\u00fcseanbau m\u00f6glich war, der Alpenampfer, auch &#8222;Blacken&#8220; genannt, umfangreich als Futter-, Nahrungs-, Heil- und Hilfsmittel genutzt. Nicht nur eine nahrhafte Silage f\u00fcr die Tiere wurde daraus hergestellt, sondern auch eine Art Spinat und Sauerkraut f\u00fcr die Menschen, die Stiele wurden wie Rhabarber verwendet. Die Nachtkerzenwurzel wurde als &#8222;Schinkenwurz&#8220; zubereitet, die Triebe des Waldgei\u00dfbartes und des Wilden Hopfens als Spargelgem\u00fcse. Eicheln wurden entbittert und zu Kaffee ger\u00f6stet, das Eichelmehl verbacken. Holzasche wurde als Wasch-, Desinfektions- und Heilmittel eingesetzt, Bl\u00e4tter und Rinde verschiedener B\u00e4ume getrocknet, vermahlen und als &#8222;Streckmittel&#8220; dem Brotmehl und Suppen zugesetzt, &#8211; eine wahrhaft gesunde Sparma\u00dfnahme!<br \/>\nWildobst wie Hagebutten und Kornelkirschen, Berberitzen, Waldbeeren, Schlehen, Holunder, Trauben- und Judenkirschen wurden zu Marmelade, Most, Suppen, Fr\u00fcchtetee, Wein und Lik\u00f6r verarbeitet. Pilze, das &#8222;Fleisch des Waldes&#8220;, Flechten und Farne wurden ebenfalls vielf\u00e4ltig genutzt. Das Isl\u00e4ndische Moos galt nicht nur als hervorragendes Heil- und Nahrungsmittel, &#8211; man kochte eine nahrhafte &#8222;Moossuppe&#8220; daraus -, sondern es diente auch &#8211; wie die Farne &#8211; als Konservierungs- und Frischhaltemittel f\u00fcr Obst, Gem\u00fcse und K\u00e4se. Farne stopfte man au\u00dferdem in Matratzen und Oberbetten gegen Rheuma und Gicht sowie Ungeziefer aller Art, au\u00dferdem waren sie zur Schneckenbek\u00e4mpfung und Bodend\u00fcngung willkommen.<br \/>\nEs war vielerorten \u00fcblich, Kr\u00e4uter, Wildgem\u00fcse und Wildobst zu sammeln und zu verarbeiten und an sogenannte &#8222;D\u00fcrrkr\u00e4utler&#8220; in St\u00e4dten zu verkaufen, Medizinalhandlungen, deren es z. B. in Wien viele gab.<br \/>\nSammelnutzungen hat es schon immer gegeben. Sie waren ein Hauptbestandteil unserer Ern\u00e4hrung bis weit in unsere Zeit. Besonders in den Gebirgsregionen fu\u00dfte die Ern\u00e4hrung der Bewohner auf der breiten Nutzung dessen, was die umgebende Natur ihnen darbot.<br \/>\nErprobtes Wissen unserer Vorfahren \u00fcber die Nutzbarkeit von Pflanzen als Nahrung, Nahrungsstreckmittel, Heilmittel, Konservierungs- und landwirtschaftliche Hilfsmittel ist verloren gegangen und damit auch kluge, zusammenh\u00e4ngende Wirtschaftsprinzipien wie Vielfachnutzung, Tauschen, Bewirtschaftung mit mehreren Standbeinen, Abfallverwertung, ortsbezogene Nutzung, Vorratswirtschaft, Hilfsmittel aus der Natur usw. Die Industrialisierung von Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung f\u00fchrte nicht nur zur Entwertung und &#8222;Entleerung&#8220; von Landschaftsstrukturen, sondern auch von einstmals vitalstoffreichen Lebensmitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildkr\u00e4uter Aus Rasen und Beet auf den Teller (Quelle) Die oft als &#8222;Unkr\u00e4uter&#8220; bezeichneten Wildkr\u00e4uter und Pflanzen sind eigentlich die vollkommensten und wirksamsten Nahrungserg\u00e4nzungsmittel &#8211; oder besser gesagt ein wahres Lebensmittel dar. Und au\u00dferdem wachsen diese gratis vor ihrer Haust\u00fcre, Balkon oder Garten.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[11,90,47],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":315,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100\/revisions\/315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ener-gie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}